München.
Kulturnotizen Anna Netrebko bei Festspielen gefeiert

(dpa) Gefeierter Auftritt der Starsopranistin Anna Netrebko bei den Münchner Opernfestspielen: Für ihre Darstellung der glücklos verliebten Tatjana in der Oper "Eugen Onegin" von Peter Tschaikowsky wurde die russische Sängerin am Sonntagabend im Nationaltheater mit Beifall überschüttet. Schon nach ihrer ersten großen Arie gab es stürmischen Szenenapplaus für die 43-Jährige. Netrebko triumphierte mit großer Stimme und beeindruckender Bühnenpräsenz.

Die Titelpartie des unstet liebenden Eugen Onegin bestritt Mariusz Kwiecien, er ebenfalls viel Beifall vom Publikum bekam. Tatjanas Schwester Olga wurde von Alisa Kolosova mit satter Altstimme bravourös gestaltet, Pavol Breslik sang die Rolle des Dichters Lenski, der im Duell von seinem einstigen Freund Onegin erschossen wird, mit tenoralem Schmelz. Leo Hussain führte im Orchestergraben Solisten, Chor und Instrumentalisten schwungvoll durch die Partitur. Das Publukum dankte Netrebko den Auftritt mit Ovationen, die der gut gelaunte Star mit Kusshand zurückgab.

Dirigent Gönnenwein gestorben

Ludwigsburg.(dpa) Der Dirigent Wolfgang Gönnenwein ist tot. Er sei bereits am Sonntag im Alter von 82 Jahren gestorben, teilte die Pressestelle der Ludwigsburger Schlossfestspiele am Montag mit. Gönnenwein war über 30 Jahre lang künstlerischer Leiter der Festspiele. Er sei für die Ludwigsburger Schlossfestspiele der Spiritus Rector und eine Identifikationsfigur gewesen, erklärte Intendant Thomas Wördehoff. Von 1985 bis 1992 war Gönnenwein außerdem Generalintendant der Staatstheater in Stuttgart. 1988 holte ihn der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth (CDU) in die Regierung. Gönnenwein bekleidete bis 1991 das eigens geschaffene Amt des ehrenamtlichen Staatsrats für Kunst.

Gesamtwerk Bruckners online

Wien.(dpa) Das Gesamtwerk des österreichischen Komponisten und Musikpädagogen Anton Bruckner (1824-1896) steht jetzt online zur Verfügung. 119 Jahre nach dem Tod des Künstlers bietet www.bruckner-online.at der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) nun Zugang zu der umfangreichen Sammlung von Handschriften, Erstdrucken seiner Kompositionen und Bildern aus verschiedenen Archiven. Mit dem Internetprojekt werden einzelne Standorte vereint, auf die der Bruckner-Nachlass verstreut ist - vom Stift Kremsmünster bis zur Library of Congress in Washington.
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