München.
Kulturnotizen Hoferichter-Preis für Christoph Süß

(KNA) Christoph Süß (47), Kabarettist und Moderator der BR-Sendung "quer", bekommt den Ernst-Hoferichter-Preis. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wird ihm am 28. Januar in München überreicht. Die Laudatio hält der Kabarettist Christian Springer. Der seit 1975 jährlich vergebene Preis würdigt freischaffende Münchner Künstlerinnen und Künstler, die wie der Münchner Schriftsteller Hoferichter (1895-1966) Originalität und Weltoffenheit mit Humor verbinden.

Die Jury begründete ihre Entscheidung für Süß damit, dass dieser bereits unter anderem eine Band, CDs mit eigenen Liedern, zwei Bücher mit Texten von sich und eine Kultsendung im Bayerischen Fernsehen habe. Es fehle ihm aber der Hoferichter-Preis. Den kriege er nun, für seine Originalität, Weltoffenheit und Humor. Der Kabarettist sei so etwas wie "der Quertreiber in bayrischen Medien und auf hiesigen Brettern". Er habe das "Rampensau-Gen" und lasse die Sau bravourös vom Gängelband.

Opernhaus trennt sich von Intendantin

Valencia.(dpa) Das Opernhaus in der ostspanischen Hafenstadt Valencia hat sich mit sofortiger Wirkung von seiner österreichischen Intendantin Helga Schmidt getrennt. Die 73-jährige Wienerin war in der vorigen Woche wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten im Management des Palau de les Arts in den Jahren 2008 und 2009 kurzzeitig festgenommen worden. Die Justiz leitete Ermittlungen gegen die Intendantin ein.

Wie die Kulturministerin der Region Valencia mitteilte, ist die frühere Mitarbeiterin des Stararchitekten Herbert von Karajan ab sofort nicht mehr die Intendantin der Oper. Als Nachfolger solle der Italiener Davide Livermore verpflichtet werden. Die spanische Justiz ermittelt gegen Schmidt und den früheren Geschäftsführer der Oper, Ernesto Moreno, wegen des Verdachts der Veruntreuung, des Amtsmissbrauchs und des Betrugs.

Weltweiter Kunsthandel legt zu

Berlin.(dpa) Der internationale Kunstmarkt wächst trotz Krisen und Geldabwertung weiter. Im vergangenen Jahr erzielte der Handel mit Kunst weltweit einen Umsatz von mindestens 16,1 Milliarden US-Dollar (14,3 Milliarden Euro) - ein Plus von 12,1 Prozent gegenüber 2013, wie die Kunstplattform Artnet in Berlin mitteilte. Erneut führten Andy Warhol und Pablo Picasso die Liste der umsatzstärksten Künstler mit zusammen 1,1 Milliarden US-Dollar (978 Millionen Euro) an, gefolgt von Francis Bacon mit 306 Millionen US-Dollar (272 Millionen Euro) und Gerhard Richter mit 294 Millionen US-Dollar (261 Millionen Euro).

Zulegen konnte der Kunstmarkt vor allem in den USA (plus 20,1 Prozent) und Großbritannien (35,3 Prozent). In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 277 Millionen US-Dollar (246 Millionen Euro) mit Kunst umgesetzt. Im Vorjahr waren es noch 265 Millionen US-Dollar (235 Millionen Euro). Teuerste Werke waren Alberto Giacomettis Bronzeskulptur "Chariot", die in New York für 101 Millionen US-Dollar (81,1 Mio Euro) versteigert wurde, gefolgt von Barnett Newmans Ölbild "Black Fire I" (84,2 Millionen Dollar) und Andy Warhols "Triple Elvis (Ferus Type) (81,9 Millionen Dollar).
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