München.
Kulturnotizen Kunstareal soll Formen annehmen

(dpa) Das Kunstareal rund um die Pinakotheken in München soll endlich Formen annehmen. Der Freistaat Bayern und die Stadt wollen eine Koordinierungsstelle einrichten, die das Kunstareal weiterentwickeln soll, wie Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) am Montag in München mitteilte. "Wir wollen dieses außergewöhnliche Kunstareal mit Beständen höchster Güte noch stärker ins Bewusstsein rücken", sagte er. Im Herbst an soll ein Begleitsystem mit Stelen an mehr als 20 Orten Besucher durch das Areal leiten. Bereits am 9. und 10. Mai soll das zweite Kunstareal-Fest stattfinden - mit freiem Eintritt in die Museen.

Reinke kritisiert ungarische Politik

Budapest.(dpa) Der deutsche Schauspieler Martin Reinke hat bei einem Theaterfestival in Budapest einen Eklat ausgelöst. Er verlas am Ende einer Vorstellung des Wiener Burgtheaters überraschend im ungarischen Nationaltheater eine Erklärung, in der er die rechtsnationale ungarischen Regierung kritisierte. Am Montag verlangte der Direktor des Nationaltheaters, Attila Vidnyánszky, für diesen Vorgang eine Erklärung von der Burgtheater-Direktorin Karin Bergmann.

Das Burgtheater ist ebenso wie das Hamburger Thalia-Theater und andere Bühnen Europas beim Festival "Mitem" zu Gast, das vom Nationaltheater organisiert wird. Zum Programm gehörte die Burgtheater-Aufführung von Tschechows "Möwe", mit Reinke in der Rolle des Jewgeni Sergejewitsch Dorn. Am Ende der Vorstellung am Sonntag äußerte Reinke Sorgen um die "schwere Situation" des ungarischen Volkes und der Kultur und beklagte, dass sich das Land unter Ministerpräsident Viktor Orban "immer mehr vom Geist der Demokratie und von Europa entfernt".
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