München.
Kulturnotizen Kunsthistoriker Maaz Pinakothekenchef

(dpa) Der Dresdner Kunsthistoriker Bernhard Matthias Maaz wird neuer Leiter der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Das beschloss das bayerische Kabinett am Dienstag in München. Maaz soll sein neues Amt am 1. Februar 2015 antreten. Derzeit leitet er in Dresden die Gemäldegalerie Alte Meister und das Kupferstich-Kabinett. Außerdem ist er dort noch stellvertretender Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen. In München wird er Nachfolger des bisherigen Pinakotheken-Chefs Klaus Schrenk, der bereits im Ruhestand ist.

Nachlasspfleger für Gurlitt-Erbe bleibt

(dpa) Für das Erbe von Cornelius Gurlitt ist vorerst weiterhin der Nachlasspfleger verantwortlich. Die umstrittene Kunstsammlung bleibt in seiner Obhut, bis Streitigkeiten um Gurlitts Testament endgültig geklärt sind, wie eine Sprecherin des Amtsgerichts München sagte. Sollte also das Kunstmuseum Bern, das am Montag offiziell verkündet hatte, die Erbschaft anzunehmen, Bilder in die Schweiz bringen wollen, muss der Nachlasspfleger zustimmen. "Er entscheidet, wie mit dem Nachlass verfahren wird", sagte die Gerichtssprecherin. Das gelte so lange, bis endgültig geklärt ist, ob Gurlitts Testament gültig ist, oder nicht.

Hintergrund ist ein Antrag auf einen Erbschein, den Gurlitts Cousine Uta Werner am Freitag beim Amtsgericht München eingereicht hatte. Sie zweifelt das Testament an, weil ein von ihr in Auftrag gegebenes Gutachten dem Kunstsammler die Testierfähigkeit abspricht. Wie lange es dauert, bis über den Erbschein entschieden wird und darüber, ob Gurlitts Testament überprüft werden muss, konnte die Gerichtssprecherin auch am Dienstag noch nicht sagen. Der am 6. Mai gestorbene Kunstsammler Gurlitt hatte sein komplettes Vermögen in seinem Testament dem Kunstmuseum Bern vermacht.

Am Montag stellten das Museum und die Bundesrepublik nach monatelangem Ringen eine Vereinbarung für den Umgang mit dem schweren Erbe vor. Demnach sollen die rund 500 Werke aus der Gurlitt-Sammlung, die unter Raubkunstverdacht stehen, zunächst in Deutschland bleiben, um weiter auf ihre Herkunft untersucht zu werden. Deutschland sagte im Gegenzug zu, die Kosten für die Rückgabe und mögliche Streitfälle zu übernehmen.
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