München.
Kulturnotizen Staatspreis für BR-Chor

(dpa) Der Chor des Bayerischen Rundfunks wird in der kommenden Woche mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik ausgezeichnet. Der im Jahr 1946 gegründete Chor bekommt den Preis in der Kategorie "Professionelles Musizieren" - ebenso wie das "Tied & Tickled Trio". In der Sparte "Laienmusizieren" werden die Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn und das Puchheimer Jugendkammerorchester ausgezeichnet, der Sonderpreis geht an den ehemaligen Professor der Münchner Musikhochschule und Chorleiter Max Frey. Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) verleiht die Preise am 16. April im Münchner Cuvilliés-Theater.

Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Sie ist undotiert. Die Stiftung "Bayerischer Musikfonds" hat aber zu ihrem 25-jährigen Bestehen die beiden Preise in der Kategorie "Laienmusizieren" mit jeweils 3000 Euro versehen.

Hirschbiegel lobt Besserwissertum

(dpa) Regisseur Oliver Hirschbiegel (58) findet die Protesthaltung vieler Menschen in Deutschland gut. Gerade vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Vergangenheit ist sie für ihn ein Ausdruck von Demokratie: "Es gibt eine Grundhaltung der Masse: Hinterfragen, nicht akzeptieren. Im Zweifel das gute alte deutsche Besserwissen, was natürlich nie stimmt. Das ist eine gute Methode, um Systeme zu hinterfragen", sagte Hirschbiegel im Interview anlässlich des Kinostarts seines neuen Films "Elser - Er hätte die Welt verändert" über den Hitler-Attentäter Georg Elser.

Deutlich sei dies etwa beim Widerstand gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 geworden. "Die Schwaben. Die sind das geilste Beispiel dafür, wie wir Deutschen funktionieren", erklärte er. "Das würde es nirgendwo anders auf der Welt geben. Mit welcher Wucht da auf beiden Seiten gekämpft wurde. Und dann setzen sie sich auch noch durch. Das ist doch geil, dass das geht in einer Gesellschaft."
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