München.
Kulturnotizen Studenten gehen auf die Straße

Das "Jilman-Zilman-Quartett" kann man heute im Bistro Paris erleben. Bild: hfz
(dpa) "München braucht zwei große Konzertsäle": Unter diesem Motto wollen am Samstag, 7. März, musikbegeisterte Studenten auf die Straße gehen. Die Kundgebung richte sich gegen die Entscheidung der Stadt und des Freistaats, kein neues Konzerthaus zu bauen, teilte das studentische Chor- und Orchesterensemble "MünchenKlang" mit. Den Plan, stattdessen den Herkules-Saal in der Residenz und das Kulturzentrum Gasteig mit der Philharmonie zu renovieren, lehnen die Musiker ab.

Sie befürchten, während der Renovierung an den Rand gedrängt zu werden und keine Räume zu bekommen. Die Kundgebung soll um 11 Uhr auf dem Odeonsplatz starten. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollen die Philharmonie im Gasteig entkernen und einen Saal auf Weltniveau schaffen. Aus der Kulturszene hatte es einen Proteststurm gegeben, eine Online-Petition hat mittlerweile mehr als 26 000 Unterstützer.

De Concini berichtet aus Pilsen

Potsdam.(dpa) Die Publizistin und Fotografin Wolftraud de Concini berichtet von April an als Stadtschreiberin aus der EU-Kulturhauptstadt Pilsen. Das entschied eine vom Deutschen Kulturforum östliches Europa berufene Jury, wie das Gremium in Potsdam mitteilte. De Concini, die 1940 in Böhmen geboren wurde, führt während ihres fünfmonatigen Aufenthalts unter anderem ein Internet-Tagebuch auf Deutsch und Italienisch. Auch eine Übersetzung ins Tschechische soll es geben. Sie wolle mit ihren Projekten vor allem die Geschichte und das gegenwärtige Leben von Minderheiten in der Stadt vermitteln, etwa von Juden, Roma oder Deutschen, hieß es.

Turiner Grabtuch erstmals in Bayern

Augsburg/Passau.(epd) Eine originalgetreue Nachbildung des Turiner Grabtuchs ist ab der kommenden Woche in Augsburg zu sehen. Ab 18. März zeigt das Diözesanmuseum St. Afra die Ausstellung "Wer ist der Mann auf dem Tuch? - Eine Spurensuche", teilte das Bistum Augsburg mit. Im Mittelpunkt steht das 4,40 Meter lange und 1,13 Meter breite Leinentuch, auf dem in voller Länge das Abbild eines Mannes in Vorder- und Rückenansicht erkennbar ist.

Das Original des Grabtuches befindet sich in einem versiegelten Schrein im Turiner Dom. Von vielen Gläubigen wird es als das Tuch verehrt, in dem Jesus nach der Kreuzigung begraben wurde. In der Ausstellung wird auch eine lebensgroße Skulptur des Leichnams gezeigt. Außerdem bekommen die Besucher eine Dornenhaube und Nägel präsentiert. Die Ausstellung läuft bis zum 26. April in Augsburg. Ab 1. Mai ist sie in Passau zu sehen.
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