München.
Kulturnotizen Thomas-Mann-Preis an Lars Gustafsson

Das Symposium findet in der Amberger Provinzialbibliothek statt. Bild: hfz
(dpa) Der Schriftsteller Lars Gustafsson erhält den mit 25 000 Euro dotierten Thomas-Mann-Preis. Gustafsson gehöre neben Tomas Tranströmer und Per Olof Enquist zu den schwedischen Autoren mit Einfluss auch in Deutschland, teilte die Bayerische Akademie der Schönen Künste mit. Sie verleiht den Preis seit 2010 jährlich zusammen mit der Hansestadt Lübeck, dem Geburtsort Manns.

Das Werk des 1936 geborenen Autors umfasst mehr als 40 Bände und ist auch in deutscher Übersetzung erschienen. Seine Romanfolge "Risse in der Mauer" über die Veränderungen des europäischen Wertesystems, besonders aber der Roman "Der Bienenzüchter" hätten laut Jury "durch ihre Verbindung von philosophischer Einsicht und erzählerischer Meisterschaft" überzeugt. Erstmals bekannt wurde Gustafsson in Deutschland 1967 mit seinem Gedichtband "Die Maschinen", der von Hans Magnus Enzensberger übersetzt wurde.

Die nach dem Schriftsteller Thomas Mann (1875-1955/"Buddenbrooks", "Doktor Faustus") benannte Auszeichnung wird am 29. Oktober in der Münchner Residenz überreicht. In den vergangenen Jahren ging der Preis an Rüdiger Safranski, Juli Zeh, Thomas Hürlimann, Jan Assmann und Christa Wolf.

Erstes Theaterstück von Reichenbacher

Bad Hersfeld.(dpa) Lotto-Fee und Moderatorin Franziska Reichenbacher (47) hat ihr erstes Theaterstück geschrieben. Die Premiere ihrer Bühnenfassung des Grimm-Märchens "Die Eule" wird am Sonntag, 5. Juli, um 16 Uhr bei den Bad Hersfelder Festspielen aufgeführt. Regie führen im Buchcafé der künstlerische Leiter des Festivals, Joern Hinkel, und Schauspieler Markus Majowski, der auch eine Rolle übernimmt. Das Stück ist für Kinder ab sechs Jahren empfohlen.

Reichenbacher betrat bei dem Theater-Projekt als Autorin Neuland: "Das war die größte Herausforderung seit langem. Es ist schon eine Kunst, authentische Figuren zu erschaffen, denen man als Zuschauer glaubt." Das Stück handele von einer Eule, die in einer Scheune von Bewohnern der Kleinstadt für ein Monster gehalten wird. Nur ein Mädchen erkennt als Einzige, worum es sich in Wahrheit handelt.

Der Kern des Stücks sei: Was passiert, wenn die Realität verkannt wird, wie Reichenbacher erklärte. Es sei eine durchaus ernste Story. "Da haben wir bei der Handlung nichts wegkuscheln wollen", sagte sie. Das Stück thematisiere einerseits düstere Ängste, Schrecken und den Tod, andererseits aber auch Sehnsüchte und Träume. Reichenbacher ist die Erzählerin bei den Aufführungen, sie führt die Zuschauer an die Orte der Handlung.
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