Musikschule Vierstädtedreieck sorgt für musikalischen Frühling
Bunte Blumenwiese an Musik

Mit einem exzellenten Auftritt, der Hoffnungen auf eine blühende Zukunft der Blasmusik im Vierstädtedreieck nährt, begeisterte das Blechbläserquartett. Unser Bild zeigt (von links) Jonas Schreml, Susanne Schubert, Lukas Lorenz, Marius Koslowski und Dirigent René Bauer.

Frühjahrsmüde? Nix da. Am Tag nach dem kalendarischen Frühlingsbeginn zauberte die Musikschule Vierstädtedreieck den musikalischen Frühling in die Aula des Gymnasiums.

Nach der kalten Jahreszeit "erwärmten" Sänger und Instrumentalisten, Ensembles und Solisten ein begeistertes Publikum. Sanft und leise, dann wieder munter, brausend und dynamisch wehte ein musikalischer Frühlingswind durch den Bildungstempel. Als Musikschulleiter Joachim Steppert und seine jungen Sänger mit dem Kanon "Es tönen die Lieder, der Frühling kehrt wieder" zum beherzten Mitsingen ermunterten, waren die Zuhörer auf Frühlingserwachen eingestellt.

Internationale Folklore und Frühlingslieder

Kaum ein Platz war noch frei, als Günther Dilling, Vorsitzender des Eschenbacher Fördervereins, die zirka 500 Besucher begrüßte und Musikschulleiter Joachim Steppert einen genussvollen Ausflug in die Welt der Musik versprach. Einer bunten Blumenwiese glich dann auch das Programm. Lehrer und Schüler machten sich auf einen fröhlichen Weg durch Länder und Kontinente. Frühlingslieder wechselten sich ab mit Klassik und internationaler Folklore. Populäre Songs aus Vergangenheit und Gegenwart vervollständigten das anspruchsvolle Singen und Musizieren. Ja, der Konzertabend weckte viele gute Geister. Als die Kinderchöre I und II gemeinsam mit "Alle Vögel sind schon da" und "Singt ein Vogel" zum Auftakt fulminant die ersten singenden Frühlingsboten begrüßten, begleitete stürmischer Beifall die "Dreikäsehochs". Lukas Sporrer zelebrierte mit der "Arabeske op. 18" perfekten Klavierfrühling: Robert Schumanns Kunst, Emotionen und heiteres Musizieren zu vermitteln, gelang dem Pianisten recht überzeugend.

Lieblicher Ausflug

Es folgte ein Glanzstück nach dem anderen. Das Vokalensemble "Charms" ließ in "My love is like a red rose" und "Down by the sally gardens" Liebesgefühle erklingen, Magdalena Dötsch (Querflöte) demonstrierte mit Bachs "Sonate g-moll BWV 1020" Herzenswärme und der Jugendchor setzte den lieblichen Ausflug in nördliche Landschaften mit "Early one morning" und "The windmills of your mind" fort. Dann erfüllten Gitarrenklänge die Aula. Das Ensemble unter Leitung von Tomás Hanzlícek bezauberte mit lateinamerikanischen Weisen. Dem "Lob der Schönheit" nahm sich das Blockflötenensemble unter Leitung von Marie Langgärtner an und bei "Gic Gordons" besuchte ein gemischtes Ensemble Irland. Höchst Anspruchsvolles präsentierte das Jugendorchester. Dirigent Joachim Steppert wagte sich mit den Instrumentalisten an die Sätze "Morgenstimmung" und "In der Halle des Bergkönigs" aus der "Peer-Gynt-Suite" des berühmten norwegischen Komponisten Edvard Grieg. Dem Ensemble gelang ein romantischer und doch spannungsgeladener Vortrag.

Seemannsromantik

Mit dem "Marsch 127 121" und "Boing, Kräsch, Schepper & Rums" rief das temperamentvolle Percussions-Ensemble das Publikum vom Büfett des Eschenbacher Fördervereins zurück. Seemannsromantik verbreiteten danach gemeinsam der Kinderchor II und die "Voice Kinds" in "The drunken sailor". Schließlich gelangen den jungen Bläsern von René Bauer mit den melodischen Zaubereien "Halleluja Drive", "Stepping out" und "Eye of the Tiger" spielerische Kunststücke. Begeisterungsstürme waren dem Quartett gewiss. Passend zum Frühlingskonzert hieß der Schlussakkord der Bläser: "Vielen Dank für die Blumen". Diesem Dank schloss sich Musikschulleiter Joachim Steppert an. Mit gefühlten 100 Dezibel dankte das jubelnde Publikum. Ein toller Abend, der endete, wie er begonnen hatte: Herz erwärmend.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.