Neue Windschiegl-CD aus dem Waldnaabtal
Zoigl-Sucht

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Neuhaus/Windischeschenbach. Ruhig, sehr melodisch schleichen sich die Lieder des gebürtigen Neuhausers Gerhard Windschiegl ins Gehör, setzen sich darin fest. Durch die Musik, aber auch durch die Oberpfälzer Mundart, in der der Musiker seine Lieder textet. Oftmals belächelt, bietet der manchem Nicht-Oberpfälzer derb anmutende Dialekt die perfekte Grundlage für die Geschichten, die Windschiegl erzählt. Einfühlsam, gefühlvoll, scharf beobachtend, ironisch und kommentierend die Texte, ruhig begleitend die Melodien.

Windschiegl spielt die Instrumente, umfangreich die Bandbreite von Gitarre über Klarinette, Mandoline bis hin zu Maultrommel. 14 Lieder veröffentlichte er als Produzent, Musiker, Texter, Sänger auf seiner CD "Altneihaus im Waldnaabtal". "Oberpfälzer Mundart und mehr..." findet der Hörer auf ihr. Nicht nur der Nord-Oberpfälzer, auch aus anderen Gegenden stammende Fans der ruhigen Töne finden auf ihr die besondere Atmosphäre des Waldnaabtals, die Eigenarten des Menschenschlags, die Feinheiten der Sprache.

Bizarr sind mitunter die Geschichten, die Windschiegl erzählt. Man muss sich schon darauf einlassen, wenn eine Darmspiegelung die Vorlage für ein Lied bietet. Kritisch beleuchtet er darin die Unterschiede des Krankenkassensystems.

Poetisch hingegen "Nebel", "A Dooch im Mai" oder "Liebeslied". Die Neuhauser Zoigl-Tradition beschreibt "Neuhauser Marihuana". Seine Lieder plant Windschiegl nicht, sie entstehen. Kommen aber nicht als Zufallsprodukt daher, sondern setzen sich vielschichtig fest.
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