Newcomer räumt ab

Da freut sich einer tierisch: Sam Smith ist der erste britische Newcomer überhaupt und der erste männliche Künstler seit 34 Jahren, der für sein Debüt in den Hauptkategorien nominiert wurde. Jetzt krönt der Sänger und Songwriter mit dem Gewinn von vier Awards seine sensationelle Erfolgsgeschichte. Bild: dpa

Was für ein Spektakel: US-Songwriter Beck heimst bei den Grammy-Awards gleich mehrere Preise ein. Doch zum großen Gewinner des Abends wird ein junger Mann aus England.

Der britische Newcomer Sam Smith hat bei der diesjährigen Grammy-Verleihung gleich vier Trophäen abgeräumt. In der Königsdisziplin bestes Album gewann US-Songwriter Beck mit seiner Platte "Morning Phase". Je drei Grammys nahmen Pharrel Williams, Beyoncé und die Countrysängerin Rosanne Cash mit nach Hause. Die glamouröse, von Rapper LL Cool J moderierte Gala am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles war aber nicht nur die Nacht der großen Stars: Zwei deutsche Klassiklabel durften sich ebenfalls über den wichtigsten Musikpreis der Welt freuen.

"Das ist der beste Abend meines Lebens", sagte Sam Smith über seinen Triumph. Sein einfühlsamer Song "Stay With Me" wurde Song und Aufnahme des Jahres, seine Platte "In The Lonely Hour" gewann in der Kategorie Popgesangs-Album. Zudem wurde der gerade mal 22-Jährige zum besten Newcomer gekürt.

20 Jahre nach seinem Hit "Loser" gelang US-Songwriter Beck ein Überraschungserfolg. Für "Morning Phase" heimste er die Preise Album des Jahres und bestes Rock-Album ein. Gemeinsam mit seinem Team teilt er sich zudem einen Grammy, der die technische Qualität der Platte im Bereich Nicht-Klassik würdigt. Ebenfalls je drei goldene Grammophone gingen auch an die Superstars Pharrel Williams ("Happy") und Beyoncé ("Drunk In Love") sowie die Countrysängerin Rosanne Cash.

Das Klassiklabel CPO aus dem niedersächsischen Georgsmarienhütte gewann den Preis für die beste Opernaufnahme ("La descente d'Orphée aux enfers"). Das Berliner Label Deutsche Grammophon wurde für ein Album der US-Violinistin Hilary Hahn für die beste Kammermusikaufführung ausgezeichnet.

Bei dem Spektakel in einer Mehrzweckhalle in Los Angeles traten zahlreiche Superstars wie Kanye West, Madonna, Rihanna, Paul McCartney, Lady Gaga, Katy Perry und AC/DC auf. Ernster wurde es bei einem Appell von Barack Obama. Der US-Präsident prangerte in einer Videobotschaft Gewalt gegen Frauen an.

Insgesamt wurden die Grammys, die als die wichtigsten Musikpreise der Welt gelten, in mehr als 80 Kategorien verliehen. Über die Sieger entscheiden rund 13 000 Experten aus der Branche.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.grammy.com
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