Oberpfälzer Künstler präsentieren Werke im unterfränkischen Obernburg am Main
Kunst kennt keine Grenzen

Die Weidener Künstlerin Susanne Kempf freut sich mit Dietmar Fieger, Bürgermeister von Obernburg, über die gelungene Ausstellung. Repro: ske
Drei Oberpfälzer verschlug es für vier Wochen in den unterfränkischen Spessart. Oder besser, die Gemälde von drei Oberpfälzerinnen. Unter dem Titel "3 - Aus der Oberpfalz nach Unterfranken" zeigten Susanne Kempf, Dietlind Kempf und Ulrike Lautenschlager aus Weiden und Pirk ihre Bilder im Rathaus von Obernburg am Main.

Der Unterfranke Adolf Kempf ging Anfang der sechziger Jahre den umgekehrten Weg, ihn verschlug es aus Hausen im Spessart nach Weiden, als er hier am Humanistischen Augustinus-Gymnasium seine Referendariatsstelle antrat. Er lernte die Weidenerin Dietlind Styra kennen, 1964 wurde geheiratet. Adolf Kempf starb bereits 1968, seine Frau zog die beiden Töchter Susanne und Annegret in Weiden groß.

Aber der Kontakt zur Verwandtschaft im Spessart blieb immer erhalten. Seit langem war es der Traum von Tochter Susanne Kempf, die seit 2006 malt und bereits mehrere Ausstellungen kuratierte, ihre Bilder in der väterlichen Heimat zu zeigen. Und so nahm sie Kontakt zum Obernburger Rathaus auf. Vier Wochen lang waren die Bilder in der Heimatstadt des Kabarettisten Urban Priol zu sehen.

Der Bürgermeister Dietmar Fieger freute sich bei der Vernissage mit den Gästen aus Obernburg und Umgebung: "Es ist schön, dass Sie sich auf Ihre Wurzeln besinnen." Das Bild "Priolitäten", das Kempf bei der Ausstellung zeigt, stellt eine besondere Verbindung zwischen Weiden und Obernburg dar: Es entstand, nachdem sie vor zwei Jahren ein Interview mit Urban Priol vor dessen Auftritt in der Weidener Max-Reger-Halle geführt hatte.

Ihre Leidenschaft für das Malen hat Susanne Kempf von ihrer Mutter Dietlind. Die Fachlehrerin begann nach ihrer Pensionierung mit der Malerei, wunderschöne Aquarelle entstanden. Im Unterschied zur gegenständlichen Malerei ihrer Mutter malt Tochter Susanne abstrakte Bilder in Acryl und Mischtechnik. Ulrike Lautenschlager rundet die gemeinsame Präsentation mit abstrakten Bildern in Acryl ab. Das Echo auf die Ausstellung war gut, voraussichtlich wird es 2016 eine Wiederholung geben.
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