Papst Franziskus kritisch gegenüber Marienerscheinungen in Medjugorje
Papst zu Medjugorje: "Maria ist keine Postbeamtin"

Papst Franziskus will sich nach dem Sommer zu den angeblichen Marienerscheinungen in Medjugorje äußern. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, dass die vom Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, einberufene Versammlung noch nicht getagt habe. Die sogenannte "feria quarta" werde nach Beratung ihre "Sicht der Dinge" zum Bericht der Medjugorje-Kommission dem Papst weiterleiten, der sich dann ein Urteil bilden wolle.

Die Glaubenskongregation hatte 2010 eine internationale Kommission gebildet, die anschließend das Phänomen von Medjugorje untersuchte. Bereits in der Vergangenheit hatte sich Franziskus skeptisch zu den angeblichen Marienerscheinungen von Medjugorje in Bosnien-Herzegowina geäußert. Selbst ernannte "Seher" geben an, dass ihnen die Gottesmutter dort regelmäßig Botschaften zukommen lasse. Maria sei "keine Oberpostbeamtin", kommentierte Franziskus das Phänomen im November 2013.

In Medjugorje soll es seit dem 24. Juni 1981 zu Marienerscheinungen gekommen sein. Sechs Kinder berichteten damals, die Gottesmutter habe sich ihnen gezeigt, während sie Schafe hüteten. Die Erscheinungen dauern nach Angaben der inzwischen erwachsenen "Seherinnen" und "Seher" weiter an. Jedes Jahr zieht der Ort viele Pilger an.
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