Peter Konopka
Bestseller-Autor und Yoga-Experte

Seine Bücher erreichen eine Gesamtauflage von mehr als 300 000 Exemplaren. Der sportmedizinische Rat des Bestseller-Autors ist stark nachgefragt. Dr. Peter Konopka, ein gebürtiger Windischeschenbacher, "schrieb" im wahrsten Sinne des Wortes Sportgeschichte.

Augsburg/Windischeschenbach . Heimat bleibt Heimat. Auch nach 50 Jahren. Damals kämpfte Peter Konopka mit dem Rennrad für die Concordia Windischeschenbach um den Ostmarkstraßen-Preis, radelte von Weiden nach Cham und zurück. Er gewann das erste Radrennen "Rund um den Felix" in Neustadt/WN, später in Augsburg brachte er es bis zum schwäbischen Meister. Sein Vater Georg praktizierte einst als Allgemeinarzt in Windischeschenbach.

Seinen in Wurz lebenden Bruder Hans, früher Oberkommissar der bei Polizei in Neustadt/WN, besucht er regelmäßig. Peter Konopka machte am Augustinus-Gymnasium in Weiden sein Abitur, es folgte das Medizinstudium an den Unis Erlangen, Tübingen und München - und dann kam es zu einer außergewöhnlichen Karriere. Mit Radweltmeister Rudi Altig als Bundestrainer war Dr. Konopka zwölf Jahre lang - von 1972 bis 1984 - sportärztlicher Betreuer der Deutschen Rad-Nationalmannschaften der Straßenradrenn- und Querfeldeinfahrer bei Trainingslagern und Etappenrennen. Auf dem sportmedizinischen "Konto" stehen insgesamt 16 Weltmeisterschaften und Olympische Spiele als Betreuer.

Yoga als Passion

Ungezählt sind seine Vorträge, Veröffentlichungen und Kolumnen in Fachmedien wie "Fit in der Lebensmitte", "Krafttraining für Senioren - ja oder nein", den "Fettstoffwechsel trainieren" oder "Zehn goldene Regeln für einen gesunden Sport". In Sportlerkreisen genießen seine Sachbücher - erschienen im renommierten BLV Buchverlag München - geradezu Kultstatus. Ein wahrer "Longseller" unter den Bestsellern ist das bereits 1976 erschiene Buch "Sporternährung", das inzwischen seine 15. Auflage erlebt. Die Standardwerke "Richtig Rennradfahren" und Radsport" feiern die 7. und 9. Auflage.

"Weil ich die Bücher nicht aus irgendwelchen Studien zusammengebaut habe, sondern persönliche Erfahrungen einbringe, wurden sie von der Zeit nicht überholt", sagt Peter Konopka im Gespräch mit unserer Zeitung. Er betont dabei besonders die verständliche, einfache Sprache - "ohne falsche Versprechungen und Marketing-Gedöns".

Der heute bald 75-Jährige wirkte bis 2003 als internistischer Oberarzt am Klinikum Augsburg. Eine Passion von Konopka ist Yoga. Die seit 5000 Jahren bewährten fernöstlichen Übungen setzt er seit 1972 ein, als er Yoga erstmals im Trainingslager mit Rudi Altig als wirksamen Ausgleich für die Wirbelsäulen-Beschwerden der Radsportler entdeckte. Seit 1991 betreibt Konopka in Augsburg eine eigene Yoga-Schule, im Februar dieses Jahres erschien sein Buch "Heil-Yoga": "Das erste Buch, das sich aus medizinischer Sicht mit der ganzheitlichen Heilwirkung des Yoga befasst. Geordnet nach Beschwerden - von Bluthochdruck über Migräne bis Depression."

Der bekannte Sportmediziner erachtet Yoga - der schnelleren Regeneration wegen - im Leistungssport als ebenso ideal wie für Hobbysportler als Ausgleichs-Gymnastik. "Dazu braucht es keinen Kopfstand, sondern nur einfache Körperübungen. Durch Yoga erwachen die Achtsamkeit, die Wahrnehmung und das Gefühl für den Körper." Altersmäßig ("von 20 bis 80 Jahre") gebe es keine Einschränkungen.

Eiweiß für Senioren

Unseren Lesern empfiehlt er täglich ein "kleines Programm": Morgens eine Viertelstunde einfache Yoga-Körperübungen, abends eine Viertelstunde Atemübungen und Meditation. "Das ist optimal für Körper und Geist." Auch der Hobbysportler müsse lernen, sich zu entspannen, sich bewusst zu erholen und zu ernähren. "Am besten ist eine knappe, qualitativ hochwertige Ernährung mit viel Obst und Gemüse." Außerdem sollte man weniger Kohlenhydrate und mehr Eiweiß essen. Gerade bei Senioren stelle Muskelschwund ein großes Problem dar. "Eiweiß ist deshalb für diese Altersgruppe besonders wichtig."

Auch als (fast) 75-Jähriger unternimmt Peter Konopka weiterhin anspruchsvolle Touren mit Rennrad und Mountainbike. Seine Fitness und sein beneidenswertes Aussehen sprechen dafür, dass er die guten Ratschläge auch in eigener Sache umsetzt und beherzigt.
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