Pfarrer Josef Unsicker "ein großes Geschenk für das Bistum" - Ehrende Nachrufe
Richtiges Wort zur richtigen Zeit

Eine große Trauergemeinde, unter ihnen zahlreiche Priester und Weggefährten, begleiteten den verstorbenen Pfarrer Josef Unsicker auf seinem Weg zu letzten Ruhestätte im Priestergrab der Pfarrei St. Anna in Wernberg. Die Einsegnung nahmen Dekan Thomas Jeschner und Pfarrer Markus Ertl gemeinsam vor. Bild: bnr
Wernberg-Köblitz. (bnr) "Er war ein wunderbarer Lehrmeister und ein großes Geschenk für das Bistum Regensburg", beschrieb Weihbischof Reinhard Pappenberger den verstorbenen Pfarrer Josef Unsicker, der am Dienstag im 83. Lebensjahr verstorben war. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und im Beisein zahlreicher Priester und Weggefährten wurde Pfarrer Josef Unsicker am Freitag in seiner Heimatgemeinde St. Anna in Wernberg zu Grabe getragen.

Als Hauptzelebrant feierte Weihbischof Reinhard Pappenberger das Requiem in der Pfarrkirche St. Anna, in der Josef Unsicker 1958 seine Primiz begehen konnte. Auf sein priesterliches Wirken blickte Pfarrer Josef Häring in seiner Predigt zurück. In den zurückliegenden 57 Jahren war Josef Unsicker Kaplan in Selb, Präfekt in Weiden, Pfarrer in Neuhaus, Vilsbiburg und Wiesau. Seit 2002 befand er sich im Ruhestand. Die letzten beiden Jahre seines Lebens verbrachte er im Caritas-Seniorenheim St. Martin in Neustadt an der Waldnaab.

Pfarrer Josef Unsicker war es ein besonderes Anliegen, jungen Diakonen zu zeigen wie es geht, Priester zu sein. Zu seinen Schützlingen zählten Weihbischof Reinhard Pappenberger und der Ortsgeistliche von Wernberg-Köblitz, Markus Ertl. Auch als unermüdlicher Baumeister machte sich der Verstorbene einen Namen. Die Heilig-Geist-Kirche in Neuhaus entstand unter seiner Regie ebenso wie Kindergärten und das Pfarrzentrum in Wiesau. Der Markt Wiesau ehrte ihn dafür mit der Bürgermedaille in Gold.

In den ehrenden Nachrufen wurde Pfarrer Josef Unsicker als sehr humorvoller und sangesfreudiger Mensch beschrieben. Mit seinen Liedern und der Gitarre fand er immer wieder das richtige Wort zur richtigen Zeit. Auch in den 23 Jahren als geistlicher Beirat der Pfarrhaushälterinnenvereinigung Tirschenreuth und Wunsiedel war er ein wichtiger Ratgeber. Pfarrer Unsicker war Mitglied des Deutschen Ordens und der Katholischen Studentenvereinigung "Agilofia" zu Regensburg, die dem Verstorbenen mit Abordnungen und Nachrufen die letzte Ehre erwiesen. Der Weihe-Kurs aus dem Jahre 1958, in dem sich 46 angehende Pfarrer auf die Priesterweihe vorbereiteten, blickte durch ihren Sprecher, Pfarrer Willibald Spießl, auf das Wirken von Josef Unsicker zurück.

Seine letzte Ruhestätte fand er im Priestergrab in Wernberg. Die Einsegnung nahmen Dekan Thomas Jeschner und Pfarrer Markus Ertl vor. Die Bevölkerung von Wernberg und die zahlreich angereisten Pfarrangehörigen aus Neuhaus, Wiesau und Vilsbiburg hatten noch einmal die Möglichkeit, Abschied von ihrem verstorbenen Seelsorger zu nehmen.
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