Prag.
Kulturnotizen Dramatiker Josef Topol gestorben

James Last. Bild: dpa
(dpa) Der tschechische Dramatiker und ehemalige Dissident Josef Topol ist tot. "Mit ihm verliert die tschechische Kulturszene eine weitere Ikone und Legende", sagte Kulturminister Daniel Herman. Topol war am Montag im Alter von 80 Jahren nach langer Krankheit gestorben, wie seine Schwiegertochter mitteilte.

Topol galt neben Vaclav Havel und dem am 6. Juni verstorbenen Ludvik Vaclavik als bedeutendster Schriftsteller, der das Bürgerrechtsmanifest "Charta 77" unterzeichnete. Seine Theaterstücke und Gedichte waren im Kommunismus jahrzehntelang verboten, das von ihm mitbegründete Theater "Divadlo za branou" in Prag wurde 1972 geschlossen. Ein großer Teil seiner Werke wurde nur im Untergrund verbreitet und erst nach der Wende auch der Öffentlichkeit zugänglich. Später wurden seine Stücke aber an allen großen Bühnen Tschechiens gezeigt.

Trauerfeier für James Last

Hamburg.(dpa) In Gedenken an Bandleader James Last wird es am 8. Juli eine Trauerfeier im Hamburger Michel geben. Das teilte die Konzertagentur Semmel Concerts mit. Der Musiker war am 9. Juni im Alter von 86 Jahren in Florida (USA) gestorben. Die "Bild"-Zeitung berichtete, Last werde im Familiengrab auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Die Bestattung solle im engsten Familienkreis stattfinden. Als Erfinder des "Happy Party Sound" war Last der erfolgreichste deutsche Bandleader nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ein letztes Servus für Pierre Brice

München.(dpa) Ein letztes Servus für "Winnetou": Freunde und Weggefährten nehmen heute mit einer Trauerfeier in München Abschied von dem Schauspieler Pierre Brice. Die öffentliche Zeremonie findet um 14 Uhr in der Jesuitenkirche St. Michael in der Münchner Innenstadt statt. Vorher soll der geschlossene Sarg einige Stunden lang in der Kreuzkapelle der Kirche aufgebahrt werden. Die Beisetzung soll zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Der "Winnetou"-Darsteller war am 6. Juni in der Nähe von Paris und in den Armen seiner Frau Hella an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. Er wurde 86 Jahre alt. Laut Medienberichten hat Brice sich gewünscht, dass die Trauergäste nicht schwarz, sondern weiß tragen. Außerdem soll demnach das "Winnetou"-Lied bei der Trauerfeier ertönen. Brice' Sprecher wollte die Details zunächst nicht kommentieren. "Meine ewigen Jagdgründe liegen in Deutschland", hatte Brice einmal - immer mit dem Indianer-Image spielend - gesagt. Als Alternative ließ er sich eine Villa in Garmisch-Partenkirchen bauen.
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