Prag.
Kulturnotizen Seltene Leihgaben der Benediktiner

(dpa) Benediktinerklöster waren im Mittelalter Hochburgen von Bildung und Kunst. In einer neuen Ausstellung öffnet die tschechische Nationalgalerie in Prag nun ihre Schatzkammer und symbolisch das "Tor zum Paradiesgarten". So lautet das Motto der Ausstellung "Die Benediktiner im Herzen Europas" nach einem Gebet des französischen Benediktinerabts Suger von Saint-Denis.

Zu sehen sind einzigartige Werke sakraler Kunst, die sonst unter Verschluss bleiben. Darunter ist eine Kreuzreliquie aus dem früheren Kloster Zwiefalten im Landkreis Reutlingen, die einer Chronik zufolge im Jahr 1138 von Pilgern in Jerusalem erworben wurde. Zu den seltenen Leihgaben der Ausstellung gehört auch ein goldener Messkelch aus der polnischen Benediktinerabtei Tyniec.

"Diese Klöster haben die antike Kultur gerettet", teilte der Prager Erzbischof Dominik Duka in einem Grußwort zur Ausstellung mit. Die Kuratoren haben insgesamt rund 250 Kunstwerke aus acht mitteleuropäischen Ländern zusammengetragen. Die Ausstellung ist bis zum 15. März 2015 in der Waldstein-Reithalle und der Galerie Klementinum zu sehen.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.ngprague.cz

Nach Restaurierung: "Adam" fertig

New York. (dpa) Zwölf Jahre nach dem Sturz von Tullio Lombardos "Adam" ist die mehr als ein halbes Jahrtausend alte Statue wieder in New York zu sehen. Das Metropolitan Museum of Art enthüllte am Montag die aufwendig restaurierte Plastik, die wieder für das Publikum zu sehen sein soll. "Wir können jetzt sagen, dass die Statue wieder so zu sehen ist, wie es der Künstler gewollt hat", sagte Peter Jonathan Bell vom Met-Museum der dpa.

"Adam" war im Oktober 2002 kurz nach Schließung des Museums vom Sockel gestürzt, als das Podest nachgab. Der Wachmann fand die Statue in 28 große und Hunderte kleine Stücke zersplittert. Das Museum hatte den Zwischenfall als "tragisches Unglück" eingestuft, ohne klare menschliche Verantwortung. Für die Restaurierung wurden einige neue Technologien genutzt, die zum Teil erst in der Erprobung sind. Der "Adam" steht seit 1936 in New York. Jetzt gibt es im Raum eine zweite Attraktion: ein Video von der Restaurierung.
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