Regionalwettbewerb in der Christuskirche in Sulzbach-Rosenberg
Jugend musiziert auf Top-Niveau

Benedikt Trummer stellte sich am Tenorhorn den speziellen Herausforderungen des Wettbewerbs. Bilder: aks (3)
So schön der perfekte Wintertag auch war, den Organisten machte die Kälte draußen wie drinnen zu schaffen. Ein Heizstrahler half zumindest ein bisschen dabei, bei "Jugend musiziert" die klammen Finger auf eine ausreichende Betriebstemperatur zu bringen.

Sulzbach-Rosenberg. (aks) 51 Teilnehmer hatten für den Regionalwettbewerb den Weg nach Sulzbach-Rosenberg gefunden. In der Christuskirche ließen elf Nachwuchsorganisten aufhorchen, im Schloss gaben sich neun Klavierduos ein Stelldichein und in der Berufsfachschule für Musik herrschte mit 22 Holz- und Blechbläsern den ganzen Tag Hochbetrieb.

Zum ersten Mal dabei

Die mit Benedikt Bossle, Beatrice Höhn und Bernhard Müllers besetzte Jury schwärmte schon bald vom außergewöhnlichen Niveau. An der Schmid-Weigle-Orgel wuchs der 14-jährige "Jugend musiziert"-Debütant Simon Rager aus Alteglofsheim über sich hinaus. Der Regensburger Domspatz begeisterte mit Buxtehude, Bach, Schroeder und Mendelssohn-Bartholdy - kluge ausgewählt von Professor Franz Josef Stoiber, der seine musikalische Leidenschaft nicht nur als Orgellehrer bei den Domspatzen, sondern auch an der Regensburger Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik vermittelt. Obendrein ist er Domorganist in St. Peter.

Anders als die Organisten, die in solchen Situationen immer mit einem fremden und sehr speziellen Instrument konfrontiert sind, hatten die 14-jährigen Pianistinnen Janika Sebald und Hannah Gruber aus Alfeld nicht mit Gewöhnung zu kämpfen. Sie kennen den Flügel der Städtischen Sing- und Musikschule vom Unterricht und der Generalprobe hinlänglich. Ganz ohne Nervosität ging es aber nicht. Seit Oktober haben die beiden, die sich schon häufig die 88 Tasten geteilt haben, intensiv mit Werken von Dvorak, Mozart und Debussy gearbeitet. Mit Blick auf die Jury (Udo Klotz, Konstantin Semilakovs und Haruka Tsuyama, die für Stefan Mickisch eingesprungen war), gaben sich die seit sieben Jahren am Klavier tätigen Mädchen gelassen.

Edelsfelder am Tenorhorn

Der 17-jährige Benedikt Trummer aus Edelsfeld hatte bereits mit neun Jahren das Tenorhorn zu seinem Instrument auserkoren. Klassische Töne bereichern allerdings erst seit drei Jahren sein Repertoire, zuvor spielte er in der Werkvolkkapelle Schlicht.

Wie schon bei den beiden Vorbereitungskonzerten musste er auch am Wettbewerbstag relativ lange warten, bis er sein wohlklingendes Blech mit "Springtime" von Reginald Heath, der Sonate Nr. 6 von Antonio Vivaldi und "Une perle de l'ocean" von Theodor Hoch ertönen ließ.

An seiner Seite war nur Klavierpartnerin und Pädagogin Lisa Milyukova, sein Fachlehrer André Degand konnte nicht dabei sein. Benedikt Trummer zeigte sich davon jedoch genauso unbeeindruckt wie von den absolvierten Geduldsproben.
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