Rom.
Kulturnotizen Gemälde aus Museum geraubt

(dpa) Unbekannte haben aus dem städtischen Museum Castelvecchio in Verona 17 Gemälde im Wert von bis zu 15 Millionen Euro geraubt. Darunter waren Werke von Rubens, Tintoretto, Mantegna und Pisanello, wie italienische Medien berichteten. Es handele es sich wahrscheinlich um Auftragstäter. Bis zum Sonntag fehlte von den Tätern jede Spur. Andere italienische Museen boten Verona Leihgaben an.

Drei bewaffnete und vermummte Männer waren am Donnerstagabend in das Museum eingedrungen, als nur noch eine Kassiererin und ein Wachmann anwesend waren. Die Alarmanlagen waren zu dem Zeitpunkt noch nicht eingeschaltet. Sie fesselten und knebelten die Kassiererin mit Klebeband. Einer bewachte die Frau, die beiden anderen zwangen den Wächter, sie in die Säle zu begleiten. Sie flohen anschließend mit dem Auto des Mannes.

"Die teuersten Werke des Museums wurden gestohlen. Es waren Profis am Werk, die genau wussten, was sie wollten", zitierte die Nachrichtenagentur Ansa den Bürgermeister von Verona, Flavio Tosi. Als wertvollste Werke gelten "Die Wachtel-Madonna" von Pisanello (um 1420) und das um 1500 entstandene Gemälde "Die Heilige Familie mit einer Heiligen" von Andrea Mantegna. Aus der Schule Tintorettos (1519-1594) fehlt ein Porträtbild, von Jacopo Bellini (um 1400-1471) wurde "Büßender Hieronymus in der Wüste" geraubt.
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