Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums entwickeln App
Quiz zum jüdischen Leben

Mit berechtigtem Stolz präsentierten OHG-Schüler ihr History-Quiz. Sitzend von links Lukas Weiß, Marvin Dressel und Rainer Härtl, stehend von links Kursleiter Markus Hartung, Seminarleiterin Mary Möller und Edith Kalbskopf (Leiterin des Stadtarchivs). Bild: jr
Marktredwitz. (jr) Auch in Marktredwitz gab es vor dem Zweiten Weltkrieg eine kleine jüdische Gemeinde. Dieses historischen Themas nahmen sich Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums bei einem P-Seminar an. Die erarbeitete App für Smartphone oder Tablet-PC stellten sie im Historischen Rathaus vor.

In der Vorbereitung zur Erstellung des Quizes haben die Schüler intensiv recherchiert. Externe Unterstützung fanden sie im städtischen Archiv bei Leiterin Edith Kalbskopf. Zur Seite standen den Schülern Rainer Härtl, Marvin Dressel und Lukas Weiß auch Kursleiter Markus Hartung und die Leiterin des P-Seminars, Mary Möller.

Die Schüler haben zehn Fragen rund um das jüdische Leben in Marktredwitz erarbeitet. Je drei mögliche Antworten stehen zur Wahl. Nur eine ist richtig. Wer diese antippt, wird zur nächsten Frage geleitet. Historische Bilder bereichern die Fragen der App. Edith Kalbskopf informierte beim Pressegespräch, dass nach ihren Aufzeichnungen Juden in Marktredwitz erstmals ums Jahr 1880 registriert waren. Sieben bis acht Familien wohnten in Marktredwitz - meist Kaufleute und Händler. Freudig präsentierten die Schüler das Quiz zum Thema "Jüdisches Leben in Marktredwitz". Als Zielgruppe nannten sie geschichtlich interessierte Schüler, die sich gerne ans Otto-Hahn-Gymnasium wenden können, wenn sie die Quiz-App nutzen wollen. Eine der Fragen lautet: Ab wann durften Juden in Marktredwitz ihr Geschäft nicht mehr führen? Richtige Antwort: ab 1938/1939. Warum wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Marktredwitz eine Synagoge im ehemaligen Hotel "Schwan" eingerichtet? Antwort: Gebetsort für Flüchtlinge. Wie viele Juden lebten 1935 in Marktredwitz? Antwort: 17. Beschlossen wird das Quiz mit einem Abriss der Marktredwitzer Stadtgeschichte. Einig waren sich die "Macher", die App noch mit Bildern zu verbessern. Eventuell soll sie auch im Google-App-Store öffentlich zugänglich gemacht werden. Edith Kalbskopf sprach von einem tollen Projekt und gratulierte den Schülern zu ihrem erfolgreichen P-Seminar.
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