Schwerer Sturz
Saison-Aus für alpinen Olympiasieger Matthias Mayer

Der verletzte Matthias Mayer wird behandelt. Bild: dpa

Alta Badia/Courchevel. Felix Neureuther vergab mit einem wilden Sprung vor dem Ziel ein Spitzenergebnis, Viktoria Rebensburg rutschte nur knapp aus den Top 3: Die deutschen Skirennfahrer haben am Sonntag in Alta Badia und Courchevel die Riesenslalom-Podien verpasst, waren von Niedergeschlagenheit aber weit entfernt. "Im Großen und Ganzen ist das ein super Ergebnis für mich", resümierte Rebensburg, die in den französischen Alpen 0,19 Sekunden vom ersten Podestrang nach gut zehn Monaten trennten. Knapp war es bei ihren Kollegen in den Dolomiten nicht. Neureuther wurde Achter. Immerhin fuhren überraschend alle vier deutschen Starter in die Punkte.

"Das ist auch nicht alltäglich", meinte der Alpin-Direktor des Deutschen Skiverbandes (DSV), Wolfgang Maier, im Hinblick auf seinen Spitzenfahrer Neureuther sowie Stefan Luitz (10.), den weiterhin etwas kriselnden Fritz Dopfer (17.) und Dominik Schwaiger (19.). Der Sieg ging an den österreichischen Technik-Dominator Marcel Hirscher. Für die schrägste Einlage im deutschen Team sorgte Neureuther. "Da unten hatte ich definitiv Schanzenrekord", flachste der Partenkirchener nach seinem Sprung an der vorletzten Welle. Mit dem achten Rang könne er "gut leben", sagte der elfmalige Weltcupsieger. Tags zuvor hatte sich Josef Ferstl im Zielraum der Saslong in Gröden über einen Fehler in seiner Abfahrt geärgert - dabei fuhr er auf Rang zehn und damit zu seinem drittbesten Weltcup-Ergebnis. Die zuletzt gescholtenen deutschen Speed-Herren hätten wieder "klare Akzente gesetzt", fand Sportdirektor Maier.

Derweil hat sich Olympiasieger Matthias Mayer bei seinem Sturz in Gröden schwerer verletzt als zunächst angenommen und muss die Alpin-Saison vorzeitig beenden. Wie der Österreichische Skiverband am Sonntagmorgen mitteilte, ergab eine Untersuchung in Innsbruck, dass sowohl der sechste als auch der siebte Brustwirbel gebrochen sind. Bei letzterem handle es sich um eine instabile Fraktur. In einer Operation in der Nacht wurde bereits der Bereich vom fünften bis zum achten Brustwirbel verschraubt. Mayer müsse noch zehn Tage in der Klinik bleiben. "Es hätte viel schlimmer sein können. Da wächst alles wieder zusammen", wurde der 25-Jährige zitiert.

Der Abfahrer hatte in Gröden die Kontrolle verloren und war nach einer Drehung heftig auf die Piste geknallt. Bei dem Sturz öffnete sich zum ersten Mal in einem Rennen das neue Airbag-System, das die Oberkörper der Sportler schützen soll.
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