"Smaragdgründ" Abschluss einer Trilogie
Düsteres Finale

Die Motto-Party, zu der auch Gwen (Maria Ehrich, rechts) und Madame Rossini (Justine del Corte) erscheinen, ist gemäß des Filmtitels ganz in Grün gehalten. Bilder: Concorde Filmverleih/dpa (2)
 
James (Kostja Ullmann) blickt ängstlich drein. Ohnehin ist der dritte und finale Teil ernster als seine Vorgänger.

Nach "Rubinrot" und "Saphirblau" kommt Teil drei der Trilogie: "Smaragdgrün." Dieses Mal geht es für die junge Heldin Gwendolyn um alles: Die Welt steht auf dem Spiel - und ihr Herz.

Berlin. Vor drei Jahren startete die "Edelstein"-Trilogie als Fantasy-Reihe im Kino - jetzt geht die Geschichte um Gwendolyn, Gideon und ihre Reisen durch die Zeit zu Ende. Mit "Smaragdgrün" kommt nach "Rubinrot" und "Saphirblau" nun der letzte und mit Abstand düsterste Teil der Reihe auf die Leinwand.

Und dabei geht es für die zeitreisenden Teenager um nicht weniger als die Rettung der Welt. Denn seit Teil zwei ist klar, dass der gruselige Graf (Peter Simonischek) die Weltherrschaft an sich reißen und sein ewig gestriges, elitäres Gesellschaftsideal auf brutalste Weise durchsetzen will. Gwendolyn (Maria Ehrich) und Gideon (Jannis Niewöhner) sind die einzigen, die sich ihm in den Weg stellen können.

Gebrochenes Herz


Das Problem: Das junge Glück ist ordentlich verkracht, seit Gwen herausgefunden hat, dass Gideon es im Auftrag der Zeitreise-Loge darauf angelegt hat, sie zu verführen. Und so kämpft Gwen - inzwischen zur jungen Frau geworden - nicht nur mit einer Jahrhunderte alten, tödlichen Gefahr, sondern auch mit einem gebrochenen Herzen.

Sie versucht, sich mit einer feucht-fröhlichen Party (Motto: grün) bei einer Klassenkameradin abzulenken - und bekommt bald Ablenkung der ganz anderen Art: Denn die "Loge" hat es auf die abtrünnige Zeitreisende abgesehen und will den "Chronographen" zurück, mit dem Gwen gezielt durch die Zeit springen kann. Auf diesen Reisen begegnet sie immer wieder ihren Eltern Paul (Florian Bartholomäi) und Lucy (Josefine Preuß), die einst vor dem Grafen und seiner Loge in die 1920er Jahre geflohen waren und ihr nun mit Rat, Tat und Kampftraining zur Seite stehen. Einmal trifft sie versehentlich auch niemand geringeren als William Shakespeare, dem sie zu seiner wohl berühmtesten Zeile verhilft: "Sein oder nicht sein". All das bereitet sie auf den großen Showdown vor, den großen Kampf mit dem Grafen - bei dem Gideon ihr natürlich wieder treu zur Seite steht. Die Szenen wecken Erinnerungen an den vierten Harry-Potter-Teil, in dem der junge Zauberer zum ersten Mal auf seinen Todfeind Voldemort trifft.

Mehr Spannung


"Smaragdgrün" ist die mit Abstand düsterste Verfilmung von Kerstin Giers Trilogie - auch wenn wieder Felix Fuchssteiner und Katharina Schöde Regie führten. Der Witz, der die ersten beiden Teile ausmachte, tritt etwas zurück und macht mehr Platz für Spannung. An den Charme des ersten Teils aber reicht auch der dritte Teil nicht heran.

___

Regie: Felix Fuchssteiner und Katharina Schönde - Mit: Maria Ehrich, Jannis Niewöhner und Laura Berlin - Musik: Philipp Fabian Kölmel - 112 Minuten - frei ab 12 Jahren - Im Internet: www.smaragdgruen-derfilm.de/home

Bücher millionenfach verkauftDie "Rubinrot"-Trilogie "Liebe geht durch alle Zeiten" von Erfolgs-Autorin Kerstin Gier ist in Deutschland mehr als zwei Millionen Mal verkauft worden. Die drei Bände standen insgesamt über 350 Wochen auf der "Spiegel"-Bestsellerliste. Weltweit gingen die drei Fantasy-Bücher "Rubinrot" (2009), "Saphirblau" (2010) und "Smaragdgrün" (2010) über Reisen durch die Zeit millionenfach über den Ladentisch. Die Trilogie wurde nach Angaben des Arena-Verlags in Würzburg in fast 30 Sprachen übersetzt; Lizenzen wurden unter anderem in die USA, nach England, Brasilien, Italien, Spanien und China verkauft.

Der zweite Band "Saphirblau" schaffte es in der englischen Übersetzung in die "New York Times"-Rangliste der bestverkauften Kinderbücher. Vor dem Erfolg mit der "Rubinrot"-Trilogie hatte sich die deutsche Autorin Kerstin Gier mit leichter Unterhaltungsliteratur für Frauen einen Namen gemacht. (dpa)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.