Sonderausstellung zu Georg Baselitz in Frankfurt
„Helden“ machen Halt

Georg Baselitz' Werk "Schwesterngruppe" steht im Atrium der Siemens AG in München, seine Arbeit "Helden" gibt es nun im Städel-Museum in Frankfurt zu sehen. Bild: dpa

Frankfurt. Georg Baselitz hat als junger Maler 1965 und 1966 die Gruppe der "Helden" geschaffen. Heute werden sie zu den Schlüsselwerken der deutschen Kunst der damaligen Epoche gerechnet. Die Bedeutung zwischen Aufbruch und Wirtschaftswunder blieb zunächst unerkannt.

"Es ging um die Unsicherheit auf der Welt, die Unmöglichkeit, auf festem Boden zu stehen- Ich malte sie, um sie vorzutragen", erklärte Baselitz dem Kunstmagazin ART (Ausgabe 07/2016) seine Gedanken dahinter.

Fünfzig Jahre danach widmet das Städel-Museum in Frankfurt den "Helden" eine umfangreiche Sonderausstellung. Der aus Sachsen stammende Baselitz, der 1938 geboren wurde, blickt mit seinen monumentalen Figuren, die er zum Beispiel in zerschlissenen Kampfanzügen zeigt, auf die zerstörte Ordnung im Nachkriegsdeutschland zurück.

Die Schau ist vom 30. Juni bis 23. Oktober zu sehen. Es handelt sich um 70 Gemälde und Arbeiten auf Papier. Die Ausstellung hat der langjährige Städel-Chef Max Hollein kuratiert, der zum 1. Juni nach San Francisco wechselte. Im Anschluss an Frankfurt wandern "Die Helden" nach Stockholm, Rom und das Guggenheim Museum in Bilbao weiter.

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Weitere Informationen:

www.staedelmuseum.de
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