St.-Marien-Kindergarten: Das neue Krippenjahr beginnt!
Mit Tatendrang ins "Kunstjahr"

Zum Start in den Tag wird jeden Morgen gemeinsam gebetet und gesungen. Bild: adi

"Willkommen zum neuen Krippen- und Kindergartenjahr!" Unübersehbar hängt das große Plakat am Eingang und schon von weitem ist Kinderlachen zu hören. Auf die 155 Mädchen und Buben warten neue Aufgaben und Überraschungen beim Jahresmotto 2015/16.

Während die Abc-Schützen noch in den Startlöchern stehen, starteten schon 40 "Neue" im Kindergarten und Krippe. Weitere werden noch im Laufe der nächsten Monate dazustoßen, wenn sie das dritte Lebensjahr vollendet haben. Im Vergleich zum letzten Jahr seien zwar nicht mehr Kinder angemeldet, es gäbe aber auch keinen Rückgang. "Unsere Zahlen bleiben stabil", stellt Sabine Forster, Leiterin des katholischen St.-Marien-Kindergartens fest. Mit 155 Kindern in Krippe, Kindergarten und Vorschule seien die Kapazitäten ausgeschöpft.

30 im "Spatzennest"

Fünf Kindergartengruppen gilt es zu betreuen, darunter auch eine Ganztagsgruppe. Dies übernehmen jeweils drei Betreuer des personell gut aufgestellten Teams um Forster. In der dazugehörigen Krippe "Spatzennest" werden 30 Kinder, aufgeteilt in zwei Gruppen, betreut. Um wirklich jedem Kind gerecht zu werden, hat der St.-Marien-Kindergarten für ausreichend Personal gesorgt.

Vielseitige Ausbildung

Insgesamt 23 pädagogische Kräfte, darunter drei Auszubildende für Erzieher und zusätzlich zwei Auszubildende für Kinderpflege kümmern sich liebevoll um das Wohl der kleinsten Bürger. "Wir legen großen Wert auf eine gute und vielseitige Ausbildung, vor allem hinsichtlich des Fachkräftemangels", betont Forster. Des Weiteren sorgen zwei Raumpflegerinnen, eine Küchenkraft und ein Pfleger der Außenanlagen für einen reibungslosen Ablauf. Trotz dieser guten personellen Lage werden Bewerbungen gerne angenommen: "Gute Erzieher können wir immer gebrauchen", so Leiterin Forster.

Geräte auf der Außenanlage

Ausreichend Kräfte sind auch wichtig, denn dieses Jahr gibt es einiges zu tun. Auf der Agenda steht unter anderem die Erneuerung des Fallschutzes an den Geräten der Außenanlage, die demnächst fertiggestellt wird. Die Kinder freuen sich, wenn der Tag am Bau beginnt, denn "sie warten schon immer ganz gespannt auf die Bagger und Lastwägen, um dem munteren Treiben zuzusehen", sagt Forster und lacht.

Im Jahresprogramm stehen außerdem der Besuch der Vorschulkinder im Eisenbarth-Museum und die Organisation des Sankt-Martins-Zuges zusammen mit dem Elternbeirat. Der nächste Termin ist bereits am 15. September: In der Auferstehungskirche feiern die Vorschulkinder des letzten Jahres gemeinsam mit den "Neuen" ihren Schulbeginn. Die Lieder hierfür wurden bereits fleißig einstudiert.

Kleine Künstler

Prägend für die kommende Zeit ist natürlich das Jahresthema. 2015/2016 steht unter dem Motto "Wir sind alle kleine Künstler". Im Mittelpunkt soll hierbei der kreative Bereich stehen. Das Erleben und die Arbeit mit der Vielfalt der Natur wird dieses Jahr groß geschrieben. Geplant ist eine Vernissage, in der am Ende des Kindergartenjahres die Werke der kleinen Künstler ausgestellt werden sollen, "damit die Bevölkerung diese auch zu Gesicht bekommt", so Forster.

Für die 40 Neuankömmlinge ist das alles noch viel spannender und ungewohnter als für die "alten Hasen". Während sich die einige schon nach wenigen Tagen pudelwohl fühlen und neugierig und aufgeweckt mit den Gleichaltrigen spielen, brauchen andere noch ein klein wenig Zeit, um sich an die Situation zu gewöhnen. "Das ändert sich erfahrungsgemäß spätestens Ende September. Dann sind alle restlos überzeugt", ist sich die Leiterin sicher.

Trennungsschmerz

Erste Eindrücke konnten alle am Schnuppertag Ende Juni sammeln. Und schon damals zeigten sich viele sehr begeistert von der neuen Umgebung. Für die Kleinsten in der Kinderkrippe, im Alter ab einem Jahr, verläuft der Start natürlich etwas anderes. Im Zuge der "sanften Eingewöhnung" begleiten sie die Eltern rund zwei Wochen lang, um ihnen so die Umstellung leichter zu machen. Die größten Schwierigkeiten mit der neuen Situation haben aber in der Regel nicht die Kinder.

Es sind meist die Eltern, denen es schwer fällt, ihre Sprösslinge für eine gewisse Zeit am Tag abzugeben: "Für die meisten Eltern bedeutet der Kindergarten oder die Krippe die erste wirkliche Trennung vom Kind. Das ist natürlich oft mit Schmerz verbunden", erklärt Forster. Deswegen käme der Großteil zu Beginn oft mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie betont aber auch: "Wenn sie sehen, welche Vorteile die Jahre für sie und vor allem für ihr Kind bringen, überwiegt ganz schnell das Positive ."
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