Stadtpfarrer Dr. Xavier Parambi geht - Personalwechsel in der Kirchengemeinde Pfreimd
Wechsel in drei Pfarreien

Das Personalkarussell dreht sich: Der Pfreimder Stadtpfarrer Dr. Xavier Parambi geht nach Regensburg, Stullns Seelsorger, Pater Georg, wechselt dafür in die Landgrafenstadt. Seine Lücke schließt der Schwarzenfelder Kaplan Joseph Kokkoth. Doch die Veränderungen greifen noch tiefer.

Pfreimd/Stulln. (cv) Pater Dr. Xavier Parambi geht durch den Kreuzgang des Klosters. Er wird diesen Ort vermissen. "Ich wurde in Pfreimd mit Offenheit, mit Freundlichkeit aufgenommen", so der indische Geistliche. 1990 zum Priester geweiht, studierte er in Rom biblische Theologie. Mit dem Doktortitel in der Tasche wurde er in die Pfreimder Seelsorge berufen. "Ich habe mich von Anfang an wie zuhause gefühlt", blickt Dr. Parambi zurück. Der Kontakt zu den Bürgermeistern Albert Maier, Arnold Kimmerl und Richard Tischler war und ist gut, er konnte auf die Ehrenamtlichen in den kirchlichen Vereinen bauen, ebenso auf die Jugendarbeit von Pastoralreferent Christian Irlbacher. Dr. Parambi widmete sich daher mehr den älteren Bürgern: Eine Unterhaltung, lachen, Freude haben, das tut gut", bringt er seine Art der Seelsorge auf den Punkt. Und es gelang und gelingt ihm auch stets, die richtigen Worte in schwierigen Lebenssituationen zu finden. Aber Dr. Parambi ist Realist: Die Kirchenbesucher sind rückläufig. "Kirche ist nicht in Mode". Im Vergleich zu städtischen Pfarreien fühlt er sich in Pfreimd jedoch "wie im Paradies".

Fachbereich pflegen

Trotzdem wechselt er zum 1. September in die Regensburger Pfarrei "Heilig Geist". Dr. Parambi feiert heuer sein 25-jähriges Priesterjubiläum und seinen 50. Geburtstag. Nach elf Jahren in einer Pfarrei ist es turnusmäßig Zeit für einen Wechsel. Dr. Parambi schätzt in Regensburg die Nähe zur Uni-Bibliothek, um in seinem wissenschaftlichen Fachbereich aktiv zu bleiben. Der neue Wirkungsort ist eine große Herausforderung: Die Pfarrei zählt knapp 3000 Pfarreiangehörige, soll aber in naher Zukunft mit zwei weiteren Pfarreien zu einer Pfarreiengemeinschaft zusammengelegt werden. Derzeit wird das Pfarrhaus für Pater Xavier renoviert.

Den Platz des Pfreimder Stadtpfarrers nimmt kein Unbekannter ein: Pfarrer Jose Varghese Parampilthadathil, in Stulln "Pater Georg" genannt. Der 49-Jährige - seit 2007 in der Bergbaugemeinde - wurde von der Nachricht aus Regensburg überrascht. Er rechnete erst in drei Jahren mit einem Wechsel. "Ich habe eine schöne Zeit in Stulln, ich wurde hier so herzlich aufgenommen und bin immer unter den Menschen". Doch Pfreimd ist ihm in guter Erinnerung geblieben. Er war hier von 2002 bis 2007 als Kaplan geschätzt. Nun tauscht er seine 1300-Seelen-Gemeinde gegen eine Pfarrei mit 3700 Gläubigen.

Eine Pfarreiengemeinschaft

Wenn Pater Georg nach Pfreimd umsiedelt, zieht im Stullner Pfarrhaus der Schwarzenfelder Kaplan Joseph Kokkoth ein. Die Pfarrei Stulln verliert ihre Eigenständigkeit. Ab 1. September bilden die Pfarrei Schwarzenfeld mit der Filiale Wölsendorf und die Pfarrei Stulln eine Pfarreiengemeinschaft. Laut Pfarrer Heinrich Rosner war dieses Ziel - bedingt durch den fortschreitenden Priestermangel - schon bei seinem Wechsel von Fronberg nach Schwarzenfeld vorgegeben, doch die Umstrukturierung komme nun eher als geplant. Statt 5400 hat er dann gemeinsam mit dem 33-jährigen Kaplan und einem pastoralen Mitarbeiter 6700 Gläubige zu betreuen. Da Kaplan Kokkoth in einem Mietverhältnis lebe, sei es sinnvoll, wenn er künftig im Stullner Pfarrhaus wohne.
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