Stuttgart.
Kulturnotizen Fritz Höver mit 93 Jahren gestorben

(dpa) Der Begründer der Noverre-Gesellschaft zur Förderung junger Ballett-Choreografen, Fritz Höver, ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 93 Jahren zu Hause in Stuttgart, wie sein Lebenspartner und adoptierter Sohn Gerhard Woihsyk am Mittwoch sagte. Bis zuletzt sei der sehr meinungsstarke Höver noch am Ballett interessiert gewesen und habe erst Ende März noch eine Aufführung besucht.

Seit 1958 unterstützt die Noverre-Gesellschaft junge Talente der Ballett-Szene. Zu den Geförderten zählen John Neumeier, Jirí Kylián, William Forsythe, Pina Bausch und Christian Spuck. Stuttgarts Ballettintendant Reid Anderson sagte den "Stuttgarter Nachrichten": "Ohne die unermüdliche Arbeit von Fritz Höver würde es die europäische Tanzwelt in dieser Form nicht geben. Sein Tod ist ein unfassbarer Verlust für die gesamte Tanzwelt."

Turiner Grabtuch öffentlich ausgestellt

Turin.(dpa) Erstmals nach fünf Jahren wird das Turiner Grabtuch wieder der Öffentlichkeit präsentiert. Vom 19. April an wird "La sacra Sindone", wie die Ikone auf Italienisch genannt wird, für etwas mehr als zwei Monate im Dom von Turin gezeigt. Zuletzt öffentlich ausgestellt worden war es 2010, Ostern 2013 hatten Gläubige es per Fernsehen und Live-Stream im Internet sehen können. Der Stoff wird von vielen Gläubigen als Grabtuch Jesu verehrt und ist selten in der Öffentlichkeit zu sehen. Bislang wurde es erst elf Mal ausgestellt.

Zu der bislang letzten Ausstellung 2010 waren Millionen Menschen nach Turin geströmt, darunter auch Papst Benedikt XVI.. Nun soll auch Papst Franziskus das berühmte Stück Stoff persönlich sehen. Der Argentinier wird am 21. Juni in der norditalienischen Stadt erwartet. Anlass der Ausstellung in diesem Jahr ist der 200. Geburtstag des Jugendseelsorgers und Ordensgründers Don Bosco (1815-1888).

Das Grabtuch befindet sich seit dem 15. Jahrhundert in Turin. Es ist 4,30 Meter lang und 1,10 Meter breit, sepiafarben und zeigt den Vorder- und Hinterabdruck eines Mannes, der gefoltert wurde und einen grausamen Tod am Kreuz starb. Während viele Gläubige überzeugt sind, dass es sich um das Grabtuch Jesu handelt, gehen Skeptiker davon aus, dass es im Mittelalter hergestellt wurde.

Robbie Williams mit lettischem Chor

Riga.(dpa) Der britische Popsänger Robbie Williams (41) hat zwei Songs mit dem lettischen Männerchor Gaudeamus aufgenommen. Einen Tag nach seinem Auftritt in Riga sang er die Stücke im Tonstudio des lettischen Radios ein. Die Lieder sollen aber frühestens im kommenden Jahr veröffentlicht werden, berichtete der lettische Rundfunk. Das Management des Popsängers sei über den Konzertveranstalter an den Chor herangetreten, sagte Dirigent Ivars Cinkuss.

Für den Chor war die gemeinsame Aufnahme mit dem Superstar eine völlig neue Erfahrung. "Es dauerte nicht lange, war aber sehr produktiv, sachlich und geschah in einer herzlichen Atmosphäre", erzählte Cinkuss. "Auch Williams ist nur ein Mensch. Er kommt und macht seine Arbeit genauso wie wir." Williams hatte ein Konzert in Riga gegeben.
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