Symbolfigur für Friedfertigkeit

Den Höhepunkt seines Ruhms hat "Winnetou" aus der Feder von Karl May in den 60er und 70er Jahren in Deutschland erlebt. In zahlreichen Verfilmungen wurde der Häuptling der Apachen zur Symbolfigur des edlen, guten und friedfertigen Indianers - und traf damit offensichtlich den damaligen Zeitgeist. Der enorme Erfolg der Filme wird heute auf das tiefe Romantik-Bedürfnis in Deutschland zu dieser Zeit zurückgeführt. In Großbritannien dagegen oder auch in Frankreich, der Heimat des Winnetou-Darstellers Pierre Brice, blieben die Wild-West-Geschichten um die edle Rothaut bis heute weitgehend unbekannt.

An der Seite seines weißen Blutsbruders Old Shatterhand setzt sich Winnetou stets für Frieden und Gerechtigkeit ein. Seinen Ruhm begründeten vor allem die drei "Winnetou"-Filme, die ab 1963 unter der Regie von Harald Reinl in die Kinos kamen und zu Kassenschlagern wurden. Mit der ungebrochenen Begeisterung für die Figuren aus der Feder von Karl May hat sich seit 1952 Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) zu einem Mekka aller Winnetou-Fans entwickelt. Noch heute werden dort Geschichten aus dem Wilden Westen von Karl May aufgeführt. 1988 bis 1991 trat auch Brice in der Rolle des Winnetou auf. (dpa)
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