Tel Aviv/Aschkelon.
Kulturnotizen Antiker Sarkophag stark beschädigt

(dpa) Bei einem mutmaßlichen Raubversuch ist ein etwa 1800 Jahre alter Sarkophag nach seiner Entdeckung in Israel beschädigt worden. Der 2,5 Meter lange Sarg aus Kalkstein sei bei Bauarbeiten in der Küstenstadt Aschkelon von Arbeitern gefunden worden, sagte der für die Region zuständige Archäologe Saar Ganor am Donnerstag. Sie hätten zunächst versucht, den wertvollen Fund zu verbergen. Es handele sich um einen Sarg aus der späten römischen Ära. "Der Mann, der hier bestattet wurde, gehörte zweifellos zur reichen Bevölkerung von Aschkelon", sagte Ganor. Sein lebensgroßes Relief sei auf dem Deckel des Sarkophags abgebildet.

Dean Jones im Alter von 84 gestorben

Los Angeles.(dpa) Der Schauspieler Dean Jones, als Rennfahrer Jim Douglas aus den "toller Käfer"-Filmen bekannt, ist tot. Jones starb nach Angaben der "Los Angeles Times" (Donnerstag) am Dienstag in Los Angeles. Er wurde 84 Jahre alt. Jones litt an der Parkinson-Krankheit. Der in Alabama geborene Schauspieler war ein Disney-Star und spielte in vielen Filmen des Unterhaltungsriesen die Hauptrolle, obwohl alles mit einem Musikfilm angefangen hatte: Die Rolle des Diskjockeys Teddy Talbot in "Jailhouse Rock - Rhythmus hinter Gittern" mit Elvis Presley war 1957 sein Durchbruch. Obgleich er auch in ernsten Streifen mitspielte, etwa 1958 dem Kriegsfilm "Torpedo los!", machte er mit Familienkomödien wie "Käpt'n Blackbeards Spuk-Kaschemme" Karriere.

Grütters verteidigt Museumsstandort

Berlin.(epd) Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat den Standort für das geplante Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts in Berlin verteidigt. Die Entscheidung für das Baufeld an der Potsdamer Straße am Kulturforum zwischen Neuer Nationalgalerie und Kammermusiksaal biete städtebaulich größere Chancen als andere angedachte Standorte, sagte Grütters am Donnerstag. In den vergangenen Wochen hatte es Kritik an der Entscheidung gegeben, etwa von der Architektenkammer Berlin. In dem Museum sollen neben der rund 4 000 Werke umfassenden Sammlung der Neuen Nationalgalerie auch die Sammlungen des Ehepaares Pietzsch sowie von Erich Marx und Egidio Marzona gezeigt werden. Nach bisherigen Planungen könnte 2017 mit dem Bau begonnen werden.

Grimmwelt wird heute eröffnet

Kassel.(dpa) Mit einem Festakt und einem Besucherfest wird am Freitag, 4. September, das neue Museum zu den Brüdern Grimm in Kassel eröffnet. Die Grimmwelt - ein Neubau für rund 20 Millionen Euro - zeigt nach zweijähriger Bauzeit das vielschichtige Werk der akribischen Wissenschaftler und Sammler fantastischer Märchen. "An diesem Ort vereinen sich Kunst, Kultur und Natur in zauberhafter Weise und stärken die kulturelle Strahlkraft unserer Stadt", sagte die städtische Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier. Auf den 1600 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind originale Bücher wie eine Handausgabe der "Kinder- und Hausmärchen" zu sehen.
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