Tod von Dr. Wolfgang Kunte
Verstorben

Dr. Wolfgang Kunte. Bild: tr

Trauer um Dr. Wolfgang Kunte

Tirschenreuth/Waldsassen. (pz) Weggefährten reagierten geschockt von der Nachricht: Dr. Wolfgang Kunte ist tot. In der Nacht zum Samstag erlag er in einer Münchner Klinik im Alter von 74 Jahren einer kurzen schweren Krankheit. Dr. Kunte war bis 31. März 2001 Chefarzt der chirurgische Abteilung im Krankenhaus Waldsassen, bei Patienten und Mitarbeitern gleichermaßen beliebt. Als stets auf Ausgleich und Harmonie bedachter Mensch wird Dr. Kunte charakterisiert, der sich stets eingesetzt hat für Menschen, die nicht auf der sprichwörtlichen "Sonnenseite des Lebens" stehen. Dies war ihm möglich bei den Lions, denen er seit 28 Jahren angehörte. Den Tirschenreuther Service-Club leitete Dr. Kunte von Juli 2014 bis Ende Juni diesen Jahres als Präsident. Dr. Kunte war maßgeblich beteiligt, als die Tirschenreuther Lions nach dem Tsunami in Indien ein Waisenhaus gründeten - für Kinder, deren Eltern bei der Katastrophe umgekommen waren.

Dr. Kuntes große Leidenschaft war das Reisen. In Südamerika war er viel unterwegs, unternahm viele Schiffsreisen, fuhr vergangenes Jahr zum Nordkap. Daneben fühlte er sich in Waldsassen wohl bei der Deutsch-Französischen Gesellschaft. Dr. Kunte hinterlässt drei erwachsene Kinder und seine Frau, die er über Jahre pflegte.

Reaktion Beispielhafte Menschlichkeit

Tirschenreuth. (bz) Die Hilfe in der Bevölkerung für die Asylbewerber ist groß. Wolfgang Jäger, Leiter des Sozialamtes, berichtet von einer Frau, die am Wochenende ein ganzes Blech Kuchen gebracht hat. Und einen Strauß Sonnenblumen als Willkommensgruß. Während sich das Team um Abteilungsleiterin Regina Kestel vor Ort umschaut, bringt ein junges Ehepaar eine riesige Schachtel mit Kleidung. Unter den ersten Spendern sind auch MdB Reiner Meier und seine Frau Ulrike. Sie haben am Wochenende daheim die Schränke ausgeräumt und sich von mancher liebgewonnenen Alltagskleidung getrennt. Rührende Szene: Zwei Bewohner des Asylbewerberheims, Saeed Memojdjhi und Sadjad Sharifi, spenden von ihren wenigen Habseligkeiten die Hälfte an die Neuankömmlinge. "Das ist beispielhaft für wahre Menschlichkeit", lobt Meier.
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