Tolle Stimmung trotz extremem Wetter
Festival-Splitter

Nürnberg. (tos) Es ging heiß her am Festivalgelände. Lagen die Temperaturen am Freitag und Sonntag noch knapp unter der 30-Grad-Marke, überschritten sie diese am Samstag. Damit stieg der Hitzepegel noch höher als im Vorjahr. Ein befürchtetes Wärmegewitter über dem Gelände blieb aber aus. Das schwere Unwetter in der Nacht zum Sonntag zog am Gelände vorbei. Verletzt wurde niemand, Schäden wurden nicht gemeldet. Die Verantwortlichen zeigten sich aber gut vorbereitet. 140 Beamte der Polizei, 170 Sicherheitsleute und weiteres Security-Personal evakuierten kurz vor 1 Uhr vorsorglich an die 13 000 Festivalbesucher. Die Fans wurden per Lautsprecher, Videowände, direkter Ansprache und Facebook gewarnt.

Einsatzkräfte sind zufrieden

Nürnberg. (tos) Obwohl die Zahl der Diebstähle auf 61 stieg, erwies sich Rock im Park erneut als friedliches Festival. Nur drei Körperverletzungen, keine Sexualdelikte oder Raubüberfälle lautete die Bilanz der Polizei. Vier Menschen wurden durch einen explodierender Campinggaskocher verletzt. Auch bei den Künstlern gab es einen Verletzten: Marilyn Manson fiel beim Auftritt von der Bühne. Wie schwer er dabei verletzt wurde, ist nicht bekannt. Er verabschiedete sich gewohnt zynisch: "Es hat sich gelohnt, sich für euch ein Bein zu brechen."

Zahlen und Fakten Strom und Wasser für eine Kleinstadt

Nürnberg. (tos/dpa) Rund 80 000 Menschen bevölkerten bei Rock im Park täglich das Nürnberger Zeppelinfeld. Die Infrastruktur des Festivals ähnelt einer mittelgroßen Stadt: Für die drei Tage werden mehr als zwei Millionen Liter Wasser und 1,2 Megawatt Strom benötigt. Weitere Daten vom Veranstalter Argo-Konzerte:

600 Chemie-Toiletten standen zur Verfügung, 130 weitere mit Wasserspülung, 320 Duschen.

Für die Garderoben der Bands wurden 2000 Handtücher benötigt - und 200 Deko-Pflanzen.

Rund 3200 Crew-Mitglieder, Techniker und Gastro-Mitarbeiter kümmerten sich um die Festivalgemeinde. Allein 1500 Mitarbeiter wurden für die Verpflegung benötigt, 1000 für die Sicherheit.

20 Kilometer Bauzaun, 1400 Meter Polizeigitter und 1000 Meter Barrikaden sicherten das Areal.

Vier Tage hat der Aufbau der drei Bühnen gedauert, 250 Tonnen Stahl wurden dabei verbaut.

Die benötigte Leistung für Licht und Ton betrug jeweils rund 500 000 Watt.
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