Typisierungsaktion für 48-jährige Leukämiekranke
Etwas Spucke reicht schon

Erna Schiekofer, Gerda Schommer und Renate Meier (von links) freuen sich schon auf die Typisierungsaktion am Wochenende. Sie hoffen jetzt darauf, dass sich möglichst viele Menschen beteiligen werden. Bild: Royer
Sulzbach-Rosenberg. (oy) Die Diagnose war niederschmetternd. Ende Februar diagnostizierten Ärzte bei Renate Meier MDS (Myelodysplastisches Syndrom). Bei der 48-Jährigen wird das Blut im Knochenmark von kranken Stammzellen gebildet. Sie braucht einen genetischen Zwilling. Am Wochenende läuft die Suche bei einer Typisierungsaktion weiter.

"Es kommt fast einem kleinen Wunder gleich, dass wir am Wochenende beim Firmenjubiläum der Maxhütte Technologie GmbH eine Typisierungsaktion für Leukämiekranke durchführen können", betont Gerd Schommer am Dienstag beim Gespräch in der Redaktion.

DKMS mit im Boot

Die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Krebskranker Kinder hat dazu die gebürtige Sulzbach-Rosenbergerin Renate Meier, geborene Gundel aus dem Boch-Viertel, und deren Freundin Erna Schiekofer mitgebracht. Wie Schommer im Pressegespräch ergänzte, wird die Aktion wieder mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) auf der Hochofen-Plaza durchgeführt.

"Wir wünschen uns natürlich, dass an beiden Tagen sehr viele Typisierungswillige kommen, um die Knochenmarkspenderdatei entsprechend aufzustocken", sind sich die drei Besucherinnen einig. Bei Renate Meier haben sich zwar schon zwei potenzielle Spender gefunden, mit der Einschränkung, dass gewisse Merkmale doch nicht deckungsgleich sind. Ein Dritter steht in der Warteschleife, da erst noch genauere Untersuchungen abgewartet werden müssen.

Dennoch ist Meier, die sich momentan einer Chemotherapie am Klinikum St. Marien Amberg unterziehen muss, sehr zuversichtlich, da sie weiß, dass durch solche Typisierungsaktionen schon sehr vielen Menschen geholfen werden konnte. Rückhalt und Trost findet die erklärte Hundeliebhaberin auch bei ihrer Vierbeinerin Lilly: "Die weiß genau, wenn es mir schlecht geht, dann ist sie immer gleich da."

Großen Dank sprechen die drei Frauen aber auch der MHT aus, die nach Vermittlung durch Evelyne Aicher von der Leitung der Unternehmensgruppe die Aktion am Wochenende (parallel zur Nacht der Ausbildung am Freitag sowie zum Tag der offenen Tür am Sonntag) möglich macht. Mit Lob spart Renate Meier auch für die Gemeinde Ebermannsdorf nicht, wo sie jetzt lebt. Auch von dort erhält sie Unterestützung in ihrem Anliegen.
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