W-Festival in Frankfurt
Frauenpower mit Garbage, Frida Gold und Mia

Frankfurt. Die Frankfurter Innenstadt entdeckt ihre weibliche Seite. Mit einem Musikfestival, das einen ungewöhnlichen Ansatz verfolgt: Auf den Bühnen sind ausschließlich Sängerinnen, Frontfrauen mit ihren Bands oder Kabarettistinnen erlaubt. Am Wochenende erreicht das W-Festival mit den Auftritten von Top-Acts wie Garbage, Beth Hart, Frida Gold oder Mia seinen Höhepunkt.

Das Konzept des ehemals "Women of the World" genannten und seit 2012 bestehenden Festivals hat weniger mit Emanzipation und den (un)vermeidbaren Debatten darum zu tun. Vielmehr wollen die Veranstalter die Schönheit der "weiblichen Musik" herausstellen, die auf den großen Festivals oft zu kurz kommt - durch Künstlerinnen, die mit starken Stimmen und ihrer Bühnenpräsenz das Publikum mitreißen. Alles in Kombination mit atmosphärisch beeindruckenden Spielstätten wie der Alten Oper, dem Gibson-Club auf der Zeil oder der Jugend-Kultur-Kirche Sankt Peter. Bereits während der Woche hatten sich Künstlerinnen wie Singer-Songwriterin Tanita Tikaram, Fado-Sängerin Ana Moura, Comedian Enissa Amani, Weltmusikerin Buika, das Duo Glasperlenspiel (auch am 25. Juni in Weiden) oder die Elektro-Popper von Grossstadtgeflüster die Klinke in die Hand gegeben.

Furioses Finale


An den beiden abschließenden Festival-Tagen in der Mainmetropole geht die Schlagzahl noch einmal nach oben. Der charakteristische Sound der US-Alternative-Band "Garbage" irgendwo zwischen Industrial- und Elektro-Rock, ist heute ab 22 Uhr in der Alten Oper zu hören. Das Quartett um die schottische Sängerin Shirley Manson ist bekannt dafür, jeden Auftritt zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Zuvor (ab 19 Uhr) liefert Beth Hart ihre Power-Show ab. Die Kalifornierin hat sich in der Rockszene unter anderem mit einem gemeinsamen Auftritt mit Jeff Beck bei Eric Claptons Crossroads Guitar Festival in den USA einen Namen gemacht.

Zeitgleich lässt es Frida Gold mit eingängigem Electro-Pop im Gibson-Club krachen. Support für die Band um die charismatische Frontfrau Alina Süggeler ist die junge finnische Sängerin Venior. Den Abend komplettieren Akua Naru, "First Lady des Global Hip Hop", und Rapperin Coely (20 Uhr in Sankt Peter) sowie Elena. Die Jazz-Musikerin und Schwester von Geiger David Garrett spielt parallel im Speicher Bad Homburg.

Elektro-Rock und Pop Noir


Den Schlussakkord setzen am Samstag um 20 Uhr zwei starke Frauen: Sängerin Mieze Katz mit ihrer Band "Mia" (in Sankt Peter) und Pop-Noir-Sängerin Femme Schmidt (im Kurtheather Bad Homburg). Der passende Abschluss eines abwechslungsreichen Programms, das - trotz oder gerade wegen der überwältigenden Frauenpower auf den Bühnen - nicht nur Frauen begeistern dürfte.
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