Weidener Schiffsmodellbauclub meldet sich zu Wort
Fliegender Hund weckt schlafende Hunde

Weiden. (mte) "Georgie" geht es besser. Ein Mann warf den angriffslustigen Dackel-Spitz-Mischling in den Tröglersrichter Weiher, wo er sich beim Aufprall auf den Betonüberlauf verletzt hat. Vom Hunde-Werfer gibt es keine Spur. Dafür meldet sich nun der Weidener Schiffsmodellbauclub zu Wort.

Der Aufprall auf dem betonierten Überlauf des Tröglersrichter Weihers war hart. Aber "Georgie" wird wieder. Dank der Medikamente spürt der kniehohe Dackel-Spitz-Mischling die Schmerzen, die die Rückenprellung mit sich bringt, nur noch dumpf, sagt Frauchen Irene Bergler. Verursacht hat die Verletzung ein Unbekannter, der den aufmüpfigen Hund am vergangenen Sonntag bei seiner Gassirunde gepackt und in das Wasser geworfen hatte. Bislang konnte die Polizei den Mann nicht ermitteln. In der Folge muss Irene Bergler mit einer Tierarztrechnung über 180 Euro und einem "total eingeschüchterten" Hund leben. Und es droht weiteres Ungemach.

Der Vorsitzende des Schiffsmodellbauclubs, Jürgen Behrendt, meldet sich zu Wort. Sein Verein hat das bei Hundehaltern so beliebte Gewässer 2008 von der Stadt gepachtet. Den aktuellen Vorfall am Weiher nimmt er zum Anlass, zu betonen: "Es handelt sich hier um Privateigentum." Immer mehr würden das vergessen. Das zeige der Hundekot rund um den Steg, die Flut teils astdicker Apportierstöcke im Wasser, die die Schiffe des Clubs bei ihrer Fahrt behindern, die Grillreste auf der Grasfläche, die Kerzenstumpen mitten am Steg ... Jetzt reicht's den Clubmitgliedern: "Wir werden künftig unser Gelände öfter kontrollieren und, wenn nötig, auch angemessen gegen unliebsame Personen vorgehen."

Irene Bergler versteht den Unmut im Verein. Zugleich fürchtet sie, dass einer ihrer Lieblingsplätze, der Bade- und Trinkweiher Tröglersricht, allen Vierbeinern künftig verwehrt bleiben wird. Deshalb bittet sie: "Es ist unheimlich wichtig, dass Hunde auch weiter hier ins Wasser dürfen." Sie selbst habe stets gefragt, ob ihre Vierbeiner im Weiher baden und die Frisbee-Scheiben herausholen dürfen. "Immer waren die Leute vom Modellbauclub nett, haben es erlaubt."

"Ja, wir haben das bisher toleriert und kein Problem damit gehabt", bestätigt Behrendt. "Und wir sind auch weit davon entfernt, jemandem Ärger zu bereiten." Aber ein Riesenproblem haben die Vereinsmitglieder nunmal mit den Besuchern, die den Weiher als ihr Eigentum betrachten. "Das ist Privatgrund, ein Schild weist darauf hin. Wir mähen das Gras, befestigen das Ufer, schrubben den Steg, reinigen Zu- und Abfluss und räumen auch mal Müll anderer Leute weg." Im Gegenzug sollten die Besucher Rücksicht nehmen, auf dem Weg bleiben und keine Baumstämme ins Wasser werfen. Dann habe Behrendt auch kein Problem mit trinkenden und badenden Hunden wie "Georgie". "Wie geht's ihm eigentlich?", will der Vereinschef wissen. Nach diesen Nachrichten? Besser.
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