Wiesbaden.
Kulturnotizen Jeder dritte Kultur-Euro für die Bühnen

(dpa) Jeder dritte Euro der öffentlichen Kulturausgaben in Deutschland kommt Theater und Musik zugute. Insgesamt hätten Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2011 rund 9,4 Milliarden Euro für Kultur ausgegeben, 2,9 Prozent mehr als 2009, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag auf der Grundlage des Kulturfinanzberichts 2014. Der größte Teil ging an Theater und Musik (34,6 Prozent), gefolgt von Museen, Sammlungen und Ausstellungen (19,5 Prozent). Für Bibliotheken wurden 14,4 Prozent der Mittel ausgegeben. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, also gemessen an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, lag der Anteil der Kulturausgaben 2011 unverändert bei 0,36 Prozent. Die Gemeinden stellten mit 4,2 Milliarden Euro den größten Teil (44,8 Prozent) des öffentlichen Gesamtetats für Kultur zur Verfügung. Die Länder mit Stadtstaaten gaben 3,9 Milliarden Euro aus, der Bund 1,2 Milliarden.

Von-Bingen-Preis für Juli Zeh

Mainz.(KNA) Juli Zeh (41), deutsche Schriftstellerin und Juristin, erhält den Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik 2015. Das teilte die Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz am Dienstag mit. Dort soll Juli Zeh am 19. September die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung überreicht werden. Das Preis-Kuratorium betonte, Zeh beeindrucke mit ihrer schöpferischen Gestaltungskraft. Sie sei eine Publizistin mit zeitgeschichtlichem Anspruch.

Maler Armin Sandig gestorben

Hamburg/Hof.(epd) Der Hamburger Maler und Grafiker Armin Sandig ist tot. Er verstarb vergangenen Freitag im Alter von 86 Jahren, wie die Freie Akademie der Künste am Dienstag mitteilte. Der in Hof an der Saale geborene Sandig lebte seit 1951 in Hamburg und war dort von 1980 bis 2011 Präsident der Freien Akademie der Künste. Unermüdlich habe er sich über Jahrzehnte hinweg für die öffentliche Wahrnehmung und Förderung der Künste eingesetzt. Mit seinem Tod verliere die Akademie ihre engagierteste Persönlichkeit - "und die Kunst einen der wichtigsten Maler des 20. Jahrhunderts". Schon im Alter von 17 Jahren präsentierte Sandig Bilder auf einer Kunstausstellung in seiner Geburtsstadt Hof. Der Autodidakt war von Max Beckmann, Paul Klee und Wassily Kandinsky beeinflusst, wandte sich aber mehr und mehr der abstrakten Malerei zu.
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