"Improvisation ist Nahrung für das Gehirn"
Jazzpianist Paul Bley gestorben

Der Pianist Paul Bley, einer der einflussreichsten Jazzmusiker der vergangenen Jahrzehnte, ist tot. Der Kanadier starb am Sonntag im Kreise seiner Familie in seinem Haus, wie der "Ottawa Citizen" unter Berufung auf Bleys Tochter meldete. Er wurde 83 Jahre alt. Bley hatte in seiner Karriere über 100 Alben veröffentlicht und war mit vielen namhaften Musikern des Free Jazz aufgetreten. "Improvisation ist Nahrung für das Hirn der Hörer", hatte er einmal gesagt.

Als 13-Jähriger gründete er eine eigene Band und trat in Clubs auf. Mit 17 sprang er für den legendären Oscar Peterson ein. Mit knapp 20 begleitete er Charlie Parker, Charles Mingus und Art Blakey. Der Kanadier galt als einer der innovativsten Avantgarde-Pianisten seiner Zeit. Er hatte mit Kollegen den Verband der Jazz-Komponisten (Jazz Composers Guild) ins Leben gerufen. 1974 hob er auch sein eigenes Label "Improving Artists" aus der Taufe. Dennoch zeichnete er seine Musik weiter bei Dutzenden verschiedener Labels auf.
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