Interview mit Hauptdarstellern
Heidi-Dreharbeiten "cool"

Geißenpeter (Quirin Agrippi) und Heidi (Anuk Steffen). Bilder: Studiocanal/dpa

Kalt! So waren die Dreharbeiten zum Film "Heidi". Das finden zumindest Anuk und Quirin. Die beiden Kinder aus der Schweiz spielen Heidi und Peter.

Der Film "Heidi" ist seit gestern im Kino zu sehen. Anuk Steffen spielt Heidi. Sie ist 10 Jahre alt. Der 14-jährige Quirin Agrippi spielt Peter.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, euch für die Rollen zu bewerben?

Anuk: "Ich habe in der Zeitung ein Inserat gesehen und habe gesagt: "Mama, kann ich mich mal bewerben?" Dann meinte sie so "Ja". Dann war ich bei sechs oder sieben Castings. Und dann kam eine E-Mail an meine Mama, in der stand: Ich habe die Rolle."

Wie war das bei dir, Quirin?

Quirin: "Mich haben meine Klassenkameraden auf die Idee gebracht. Sie haben gesagt, ich sollte mich da anmelden. Ich war eigentlich schon ein Jahr zu alt, das ging nur bis 12 Jahre, ich war aber schon 13. Aber ich bin eben nicht gerade der Größte.

Dann habe ich mich aus Spaß angemeldet. Ich habe es nicht ernst genommen und bin dann irgendwie in das Casting reingerutscht."

Und es hat geklappt. Wie fandet ihr die Dreharbeiten?

Anuk: "Cool."

Quirin: "Kalt."

Anuk: "Mit cool sind beide Sachen gemeint!"

Was war so kalt?

Quirin: "Es gab nur so kleine Lichtblicke der Sonne. Vor allem bei der Szene, als ich Heidi das Essen klaue, war es sehr kalt. Wir haben richtig gefroren. Die anderen waren in Daunenjacken schön warm eingepackt und wir waren dort in kurzen Hosen und kurzen Ärmeln am Rumhüpfen."

Anuk: "Das Rumsitzen war schlimm. Und die Füße waren sehr kalt. Wir bekamen deshalb so Sohlen an die Füße, die wurden mit Hautkleber festgemacht.

Aber das ging nicht so gut. Zuerst verlor Quirin seine Sohlen, dann sind meine am Boden kleben geblieben."

Wollt ihr nach diesen Erfahrungen weiter schauspielern?

Anuk: "Ich würde ein Angebot annehmen, wenn es mir gefällt. Aber ich will eigentlich nicht Schauspielerin werden. Ich weiß schon, was ich werden will: Journalistin. Da kann man interessante Leute kennenlernen. Und man kann über die Wahrheit berichten. Man sieht, wie Sachen richtig passieren und nicht nur in der Zeitung auf Bildern."

Quirin: "Wenn ein Filmangebot kommen würde, würde ich schauen, ob das mit der Schule gehen würde. Da würde ich schon mitmachen. Aber ich will keine Schauspielschule besuchen. Ich träume davon, Maschineningenieur oder Architekt zu werden."
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