10. Klasse des Gymnasium befasst sich mit der Flüchtlingswelle
Migration ohne Populismus diskutiert

Zahlen, Fakten und Gespräche mit Menschen, die nahe dran sind am Thema: Die Gymnasiasten beleuchteten das Thema Migration von allen Seiten. Bild: hfz
Über das Mittelmeer kamen in den ersten Monaten des Jahres 2015 mehr als 100 000 Menschen in die EU. Aus diesem Grund nahm sich die Klasse 10c des Gymnasiums mit Studienreferendarin Miriam Bauer des Themas "Migration" an. In einem 6-stündigen Projekt beleuchteten die Schüler das Thema aus geschichtlicher, aktueller und politisch-soziologischer Perspektive.

Um Genaueres zur geschichtlichen Entwicklung in der Region zu erfahren, führten die Schüler ein Interview mit Karlheinz Keck vom Heimatverein Eschenbach; darüber hinaus holten sie sich aktuelle Zahlen zu den ausländischen Einwohnern der Stadt Eschenbach. Es wurde über den neuen EU-Schlüssel, Vorurteile und Rassismus diskutiert. Erzählungen von Einzelschicksalen dienten der Veranschaulichung der Flucht- und Vertreibung von 1944 bis 1946, der Geschichte der Gastarbeiter sowie aktueller Geschehnisse. Den Abschluss bildete ein spannender Vortrag von Jost und Ursula Hess zur ihrer 30 Jahre währenden Arbeit im Arbeitskreis Asyl in Weiden dar, bei dem die Schüler aufmerksam lauschten und i Fragen stellten.

Schulleiter Dr. Knut Thielsen begrüßte den Besuch der Referenten sehr und dankte Bauer für das Projekt. Laut Thielsen könnten die Schüler nicht früh genug mit aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen konfrontiert werden, um auf diese Weise politische Mündigkeit zu erlangen. Hierzu eigne sich die projektartige Verknüpfung der beiden gesellschaftswissenschaftlichen Fächer Geschichte und Sozialkunde besonders.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)Juli 2015 (8669)
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