100 Tage: Heimleiterin Franziska Bäumler stellt sich im Stadtrat vor
Kommunikation ist ihr wichtig

Die neue Heimleiterin: Franziska Bäumler.
Pfreimd. (cv) Die obligaten ersten 100 Tage sind vorbei. Seit 1. Juli leitet Franziska Bäumler das Alten- und Pflegeheim St.-Johannis-Stift mit 59 Pflegeplätzen. In der Stadtratssitzung stellte sie sich offiziell vor.

Bäumler arbeitete als medizinisch-technische Assistentin in Garmisch-Partenkirchen, wollte diesen Beruf später, nach der Familienphase, auch am Wohnort in Tirschenreuth ausüben. Doch diese Stellen sind rar. Bäumler war dann als Kinderpflegerin in einer Behinderteneinrichtung tätig, wechselte als Betreuungsassistentin in den Seniorenbereich und war beim Phönix-Lebenszentrum für den Aufbau und die Strukturierung der Sozialbetreuung zuständig. Sechs Jahre arbeitete sie hier in leitender Position, war für Dienstpläne, Qualitätsmanagement und Budget verantwortlich. Und wenn etwas vom Budget her "nicht drin war", wollte sie dem auch auf den Grund gehen. Die 40-Jährige baute ihren Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen. "Ich lernte dabei, warum ich nicht alles bekomme, was ich möchte", meinte sie schmunzelnd. Mit der Fachwirtausbildung arbeitete Bäumler weiter in der Beratung der Phönix-Häuser, erwarb dann die notwendigen Module für eine Heimleitertätigkeit. Als die Pfreimder Position ausgeschrieben wurde, bewarb sie sich, da sie der familiäre Charakter des Hauses reizte, der Kontakt zu den Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern, "der in großen Häusern nicht mehr so gegeben ist."

Kommunikation bezeichnet sie als ihre Stärke, Gespräche sind ihr wichtig. Man merke, das sich das St.-Johannis-Stift in den letzten Jahren "ein bisschen selbst organisiert hat", meinte Bäumler. Doch den Bewohnern gehe es gut, die Angehörigen, die kommen, "sind mit unserer Arbeit sehr zufrieden". Bäumlers Steckenpferd ist "gelebtes Qualitätsmanagement". Eine Herausforderung war für sie bei ihrer ersten Heimleiterstelle, dass die Verwaltung krankheitsbedingt nicht besetzt war. In Absprache mit Bürgermeister Richard Tischler erhielt sie Unterstützung von der Stadt und den beiden Stiftungsverwaltern. Es wurde eine Lösung gefunden, die es Bäumler ermöglicht, "mich auf meine eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren".

Zweite Bürgermeisterin Dr. Johanna Mertins, welche die Stadtratssitzung leitete, wünschte viel Erfolg und betonte, dass Bäumler auf die Unterstützung der Stadt und der Stiftungsverwalter zählen könne.
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