104 potenzielle Lebensretter

Bürgermeister Hans Durst, Michael Sporrer vom Verein "Hilfe für Anja", Florian Hölzl und Christoph Uebler vom Kirwaverein Eschenfelden und Simon Uebler von der Junge Union (von links) freuen sich über den Erfolg der Typisierungsaktion . Bild: wku

Viele Menschen haben sich engagiert - und damit dafür gesorgt, potenzielle Lebensretter ausfindig zu machen: 104 neue, mögliche Stammzellenspender konnten in Eschenfelden registriert werden.

Die Junge Union Königstein-Hirschbach und die Kirwagemeinschaft Eschenfelden unter federführender Organisation von Christoph Uebler hatten mit dem Verein "Hilfe für Anja" eine Typisierungsaktion auf die Beine gestellt. Zweck dieser Aktion war die Registrierung möglichst vieler Personen zur Aufnahme in eine internationale Datenbank von potenziellen Knochenmark- oder Stammzellenspendern für Leukämiekranke.

Durch Flyer, Plakate, Werbung in den Lokalmedien und per Facebook war die Bevölkerung auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht und zur Registrierung aufgerufen worden. Die Bemühungen sollten sich auszahlen: Allein an diesem einen Tag konnten durch den Verein "Hilfe für Anja" 104 Menschen zwischen 17 und 55 Jahren erfasst werden, die jetzt Lebensretter werden können. Christoph Uebler, der bereits selbst erfolgreich Stammzellen gespendet hat (wir berichteten) wertete dies als einen großen Erfolg. Ihm stimmte Simon Uebler, Vorsitzender der Jungen Union zu: "Es ist wichtig, so viele Personen wie möglich zu registrieren. Immerhin kann es sein, dass ein Leukämieerkrankter einen genetischen Zwilling auf der anderen Seite der Erde braucht." Und das könne genau die Hilfe einer Person aus einem kleinen Örtchen in Bayern sein.

Auch die Bevölkerung in und um Eschenfelden zeigte ihre Solidarität. Sie spendete den stolzen Betrag von annähernd 1300 Euro zur Deckung der Kosten für die Registrierung.

Im Schatten des evangelischen Gemeindehauses wurden die Besucher mit Speisen und Getränken versorgt. Der Erlös daraus fließt ebenfalls "Hilfe für Anja" zu. Die Veranstalter dankten allen Beteiligten, auch den zahlreichen Kuchenbäckern und Musikanten. Die Brauerei Heldrich stellte kostenlos Getränke zur Verfügung.
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