11 095 Stunden im Ehrenamt

Für ihr ehrenamtliches Engagement über viele Jahre ehrte Kreisvorsitzender Gerd Geismann (links) diese Rotkreuzler. Mit im Bild Bürgermeister Joachim Neuß, Bereitschaftsleiter Markus Popp, sein Stellvertreter Daniel Sertl sowie die stellvertretende Kreisgeschäftsführerin und Kreisbereitschaftsleiterin Gudrun Pickel. Bild: cs

Staats- und Regierungschefs aus den sieben führenden Industrienationen der Welt treffen sich am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau bei Garmisch. Das Rote Kreuz aus Auerbach ist auch dabei. Nicht direkt bei Barack Obama und Angela Merkel, aber nahe dran.

Die Bilanz ist beeindruckend: 11 095 ehrenamtliche Stunden, 1356 Transporte im betreuten Fahrdienst mit 57 082 zurückgelegten Kilometern, 39 Kurse in Erster Hilfe mit 538 Teilnehmern, 12 274 ausgelieferte Mahlzeiten, 1179 Einsätze im Rettungsdienst und 870 betreute Blutspender, aber auch 51 Tonnen gesammelte Altkleider.

Die Zunahme bei den Transporten schreibt Bereitschaftsleiter Markus Popp mit dem demografischen Hintergrund zu, aber auch den Veränderungen im betreuten Fahrdienst. Das sichere letztlich den Standort. Im Jubiläumsjahr 2015 - das Rote Kreuz feiert den 130. Geburtstag - zeichne sich bis jetzt ein weiterer Anstieg ab.

In der Bereitschaft sind zwei Ärzte, zehn Rettungsassistenten, sieben Rettungssanitäter, drei Rettungsdiensthelfer, sieben Ausbilder in Erster Hilfe sowie je ein Ausbilder im Rettungsdienst, in Erster Hilfe am Kind und für den neuen Helferführerschein tätig.

583 Stunden betrug der ehrenamtliche Aufwand für das Blutspenden in Auerbach und Königstein. Sertl fügte hinzu, dass bei den Erstspendern Königstein mit 23 gegenüber Auerbach mit 20 die Nase vorne hat.

Beim betreuten Fahrdienst im Kreisverband fielen die Standorte Sulzbach-Rosenberg und Amberg weg. Dass Auerbach gehalten werden konnte, sei sicherlich auch ein Verdienst der Beschäftigten. Die Trägerschaft des Standorts hat der BRK-Kreisverband Weiden übernommen.

"Drücken ist stark"

Ab 1. April schult das Rote Kreuz nach einem neuen Ausbildungskonzept. Die Aktion "Drücken ist stark" soll den Auerbachern am Freitag, 8. Mai, zeigen, wie einfach die Herz-Lungen-Wiederbelebung ist.

Seine Schatten wirft der bevorstehende G7-Gipfel in Garmisch voraus. Die Bereitschaft Auerbach entsendet dazu acht ehrenamtliche Kräfte. Im Frühherbst ist ein Info-Nachmittag zum Thema "Soziale Dienste aus einer Hand" geplant.

Für die Rettungswache Auerbach bilanzierte deren Leiter Markus Popp 1179 Transporte über 39 646 Kilometer im vergangenen Jahr. Unfallschwerpunkte waren wieder die BAB 9 und die B 85 zwischen Pegnitz und Königstein. Vier hauptamtliche Mitarbeiter wurden von zehn ehrenamtlichen Helfern der Bereitschaft unterstützt. In den nächsten Wochen wird ein neuer Rettungswagen zur Verfügung stehen. Die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst fuhr 160 Einsätze mit 459 Stunden.

Tanja Popp berichtete für das Jugendrotkreuz von 3000 Stunden mit der Beteiligung an Gruppentreffen, Blutspendeaktionen, Sanitäts- und Rettungsdiensten. 37 Kinder und Jugendliche werden von drei Gruppenleitern betreut. Der Kreiswettbewerb - heuer erstmals gemeinsam mit Weiden - wird auf dem Schulsportplatz und in den Räumen der Mittelschule Auerbach ausgetragen.

Heidi Bachhuber ließ die Aktivitäten im sozialen Bereich Revue passieren. Seit Jahren liegt die Organisation und Durchführung der Seniorenfahrten in ihren Händen. Darüber hinaus vertritt sie im Bürgerhaus das BRK jeden Freitag von 9 bis 12 Uhr.

Zahlen gehen unter Haut

Bei den Glückwünschen zum Rot-Kreuz-Jubiläum beließ es Bürgermeister Joachim Neuß nicht. Er unterstrich seine Anerkennung mit einer Spende an die BRK-Gemeinschaft. "Die Zahlen gehen unter die Haut", sagte er, denn diese Bilanz zeige auch, dass der Bedarf groß sei und wie wichtig diese Leistungen sind. Neuß lobte die hervorragende Partnerschaft mit der Stadt: "Es gibt kein Nein aus beiden Richtungen. Auf Euch ist immer Verlass."

BRK-Kreisvorsitzender Gerd Geismann kündigte an, das Jubiläum mit der Auerbacher BRK-Gemeinschaft zu feiern: "Auerbach ist ein wichtiger Stützpfeiler - nicht nur im Kreisverband, sondern für ganz Nordbayern."

Weitere Grußworte sprachen Kreisbereitschaftsleiterin Gudrun Pickel, und Bereitschaftsarzt Dr. Ulrich Jung. Im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Auerbach dankte die stellvertretende Vorsitzende Sandra Diertl für die gute Zusammenarbeit.
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