114 Wallfahrer ziehen aus Oberpfälzer Kirchengemeinden nach Heldmannsberg
Vom Schulkind bis zum Rentner

Pfarrer Roland Klein segnete die Kräuterbüschel, die dem Volksglauben nach Unheil von Haus und Hof fernhalten sollen. Bild: fm
Das Kirchenfest der Himmelfahrt Mariens führte wieder viele Gläubige der eigenen und umliegenden Pfarreien auf die Jurahöhen. Größeren Gruppen an Fußwallfahrern kamen aus den oberpfälzischen Kirchengemeinden Lauterhofen und Traunfeld/Deinschwang nach Heldmannsberg. 114 Gläubige, vom Schulkind bis zum Rentner, nahmen die gut zwei Stunden zu Fuß in Kauf.

Pfarrer Roland Klein und Diakon Markus Weinländer empfingen die Pilger um ihren Leiter Josef Bayerl am Ortsrand und begleiteten sie unter Glockengeläut ins Gotteshaus. Dabei mussten sie sich an den im Kirchhof versammelten Christen vorbeizwängen, da die dörfliche Barockkirche die Scharen der Gottesdienstbesucher nicht fassen konnte.

Der Willkommensgruß des Pfarrers umfasste Stammgäste wie Altlandrat Helmut Reich, den amtierenden Lauterhofener Bürgermeister Ludwig Lang und seinen Vorgänger Peter Braun. In seiner Predigt ging Klein auf die aktuelle Lage des Christentums ein und plädierte für die Wertschätzung des Evangeliums als "frohe Botschaft". Die Wallfahrer verwirklichten dies mit gegenseitiger Hilfe und einem gemeinsamen Ziel.

Den feierlichen Gottesdienst samt seinen Liedern begleitete Hans Braun an der Orgel. Er endete mit dem alten Brauch der Weihe der Kräuterbuschen. Viele hatten ihre eigenen mitgebracht. Zudem stellte eine heimische Gruppe einige große Körbe auf und verteilte den Inhalt gegen Spenden.

Der Pfarrer weihte auch gleich die neuen Ministrantengewänder und sparte nicht mit Weihwasser. Aus dem Kreis der Altardiener verabschiedeten sich Annika Schmidt und Theresa Steiger, auf die sich der Pfarrer seit 2006 verlassen konnte, sowie Jonas Barfuß.
Weitere Beiträge zu den Themen: Heldmannsberg (104)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.