13 Feuerwehrleute aus dem Landkreis trainieren in Auerbach für die schwere Arbeit im ...
Eingeengt und von der Umwelt abgeschnitten

Der "Einstieg" in den schweren Schutzanzug ist schon kein leichtes Unterfangen. Ihn bei der Arbeit zu tragen, verlangt den Feuerwehrleuten viel Kondition ab. Bild: hfz
Gefahrguteinsätze gehören nicht zu den Alltagsaufgaben der Feuerwehren. Das heißt nicht, das sie nicht immer wieder eintreten. Um für solche Ernstfälle gerüstet zu sein, bot die Landkreisfeuerwehr einen Lehrgang für Chemikalienschutzanzüge - kurz "CSA" - an.

13 Aktive aus Auerbach, Königstein, Ursensollen und Sigl besuchten den Lehrgang bei der Feuerwehr Auerbach. Kreisbrandinspektor Peter Deiml freute sich über ihre Bereitschaft zu solch belastenden Einsätzen: "Es ist nicht jedem gegeben, eingeengt und von der Umwelt abgeschnitten in einem schwerem Schutzanzug zu arbeiten und zu helfen."

Die Ausbildung übernahmen Rudolf Kummert, Hans Sperber, Alexander Graf und Markus Held. Nach der Theorie am Freitagabend ging es am Samstagmorgen am Festplatz neben dem Auerbacher Feuerwehrgerätehaus in die Praxis. Ein Übungsparcours wartete mit verschiedenen Aufgaben auf.

Nach dem Auftakt beim Anlegen der Schutzkleidung galt es, Stoffe und Gefahren zu erkunden. Bei der eingeschränkten Sicht im Vollschutzanzug ist es keine einfache Aufgabe, Symbole oder UN-Nummern zu lesen und weiter zu geben. An Station drei kletterten die Teilnehmer über eine Steckleiter auf ein Flachdach, das sie erkunden sollten.

Station vier war der Geschicklichkeit gewidmet. An einem Schieber musste mit Hilfe von vier Schrauben ein Flanschdeckel mit Dichtung angeschraubt werden. Durch das fehlende Feingefühl in den starren Schutzhandschuhen fiel es nicht leicht, Muttern, Schrauben und Schraubenschlüssel anzusetzen. In der Station fünf stand die körperliche Belastbarkeit auf der Probe. Aus Gitterpaletten heraus schlichteten die Aktiven 12-Liter-Kanister mit Schaummittel um - eine schweißtreibende Angelegenheit. Abschließend hieß es dann, zur Reinigung die Dekontaminationsschleuse zu durchqueren.
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