13 Paare und ein 30-Meter-Baum

Bestens gelaunt präsentierte sich die ganze Kirwagesellschaft mit ihrem neuen Oberkirwapaar Tina und Stefan und den Lauterachtaler Musikanten. Bild: jp

Im vergangenen Jahr hatte es in Strömen geregnet - diesmal strahlte die Sonne mit den Pfaffenhofener Kirwapaaren um die Wette. Und weil's so schön war, wurden auch gleich die Allersburger dableckt - weil sie heuer die Kränze an ihrem Baum verkehrt angebracht haben.

Drei Tage lang feierten die Pfaffenhofener und ihre 13 Paare. Bereits am Freitag holte man sich oberhalb des Ortes eine starke, rund 30 Meter hohe Fichte, die die Moidln und Burschen am Samstag am Aufstellplatz schmückten. Am Nachmittag ging's ans Aufstellen. Auch viele Helfer aus den umliegenden Ortschaften und die Kastler Burschen packten mit an, um den Baum in die Senkrechte zu bringen.

Nach gut eineinhalb Stunden war das geschafft - mit Hilfe der vier Goißen und mit viel Freibier für die Helfer unter dem Kommando von Altkirwabursch Siegfried Wittmann. Außerdem bauten alle ein massives Podest fürs Austanzen auf. Der Baum wurde die ganze Nacht bewacht, damit ihm kein Schaden zugefügt werden konnte, was schon vorgekommen ist. Die Kastler Roum Boum spielten abends auf.

Am nächsten Vormittag wurde in der Pfaffenhofener St.-Martins-Kirche Gottesdienst gefeiert. Nachmittags holten die Burschen ihre Moidln mit einem Steyer-Oldtimerschlepper mit Strohfuhrwerk zum Tanzen ein. Die Lauterachtaler Musikanten aus Allersburg stimmten die 13 Paare auf ihren großen Auftritt rund um den Baum ein. Angeführt von den Musikanten und dem letztjährigen Oberkirwapaar Lisa und Phillip bestiegen sie das Tanzpodest. Das Lampenfieber war einigen Akteuren schon deutlich anzumerken. Dann zeigten die Kirwaleut, was sie bei schweißtreibenden Tanz-Übungsabenden gelernt haben. Als neues Pfaffenhofener-Oberkirwapaar wurden Tina Oettl (Pattershofen) und Stefan Welzl (Pfaffenhofen) ausgewählt.

Auch das Gstanzlsingen wurde nicht ausgelassen. Die Moidln und Boum nahmen dabei lokale Gegebenheiten und "Größen" aufs Korn. Der Montagnachmittag begann mit dem Kirwabärtreiben. Sebastian Weber wurde dafür in Ketten gelegt und rußgeschwärzt.

Der Baum wurde abends verlost. Das Keilholz ging an den Musikanten, den Viehauser Hias, den Kirwabaum gewann Andreas Müller, der ihn gleich wieder an die Burschen zurückgab, ehe ihn nach amerikanischem System Markus Fink aus Kastl für über 400 Euro steigerte.
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