15 Jahre war Alois Karl Oberbürgermeister von Neumarkt, seit 2005 sitzt er im Bundestag. Doch das Problem, mit dem sich die Gebenbacher an ihn gewandt haben, war auch ihm neu.
Vorwahl mit Nachspiel

Die Straße nach Freihung (links) ist die Grenze. Alle Grundstücke davor haben die Hahnbacher Vorwahl 09664, alle Flächen danach in Richtung Gebenbach die 09622. Auf dem Bild von links: die Gemeinderäte Thomas Kraus und Markus Rösch, 3. Bürgermeister Dominik Obermeier, Bundestagsabgeordneter Alois Karl, 2. Bürgermeister Cajetan Kredler, Investorin Maria Obermeier und Norbert Hammermeister, der mit seiner Firma umzieht. Bild: tk
Gebenbach. (tk) Vor einigen Wochen nutzte 3. Bürgermeister Dominik Obermeier einen Aufenthalt in Berlin dazu, Alois Karl um Unterstützung zu bitten. Der Grund: Das neuen Gewerbegebiet West war bisher dem falschen Ortsnetz 09664 zugeordnet.

Es stellte sich heraus, dass eine Erschließung mit leistungsfähigem Breitband unter der Hahnbacher Vorwahl nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand möglich wäre. Für eine durchgängige Anbindung mit Glasfaser hätte eine mehrere Kilometer lange komplette Neuverlegung zum Einwahlpunkt Hahnbach verlegt werden müssen - und das unterirdisch.

Wirtschaftlicher sei eine Anbindung über das Ortsnetz 09622, das auch Gebenbach umfasst. Karl, dem ein vergleichbarer Fall in seiner Karriere noch nie untergekommen war, setzte sich am 3. Juli mit Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur, zusammen, und erhielt vier Tage später die Antwort: Es gibt grünes Licht für eine Umgruppierung der 14 Hektar. Karl: "Dies steht noch unter dem Vorbehalt, dass auf der Fläche heute noch keine Telefonanschlüsse geschaltet sind. Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass dies gelingen wird. Schließlich haben wir eine entsprechende Bestätigung bereits durch die Verwaltungsgemeinschaft Hahnbach erhalten." Damit könne Gebenbach im Gewerbegebiet ein leistungsfähiges Breitband in Aussicht stellen.

Norbert Hammermeister hört das gerne. Der Geschäftsführer will noch heuer, am besten spätestens im November, mit seiner Sondermaschinen GmbH und den 25 Mitarbeitern von Atzmannsricht ins Gewerbegebiet umziehen. Eine leistungsfähige Breitbandversorgung und der Anschluss am neuen Standort sind für ihn das Wichtigste: "Das hätte keiner verstanden, wenn wir 14 Tage nicht erreichbar gewesen wären."
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