17-Jähriger spielt in bester Eishockey-Nachwuchsliga der Welt
Ein Leben für den großen Traum

Maximilian Gläßl mit dem Trikot von Red Bull Salzburg. Sein Name steht in russischer Schrift drauf. Kein Wunder, denn mit der U20-Mannschaft der Salzburger spielt er in der russisch-internationalen U21-MHL-Liga. Bild: kro

Eishockey-Profi - das ist der sehnlichste Wunsch von Maximilian Gläßl. In der besten Nachwuchsliga der Welt spielt der 17-Jährige schon. Aber er will mehr.

Für seinen Lebenstraum tut Maximilian Gläßl alles. Erste Versuche überhaupt auf dem Eis machte er im Kindesalter in der Mitterteicher Eishalle. Beim EV Regensburg wurde der hoch talentierte Eishockey-Rohdiamant von der Stieglmühle weiter geschliffen.

Es folgten knapp zwei Jahre in Finnland. Dort spielte der Stiftländer in einem Nachwuchsteam, bis internationale Scouts auf ihn aufmerksam wurden. Der nächste, wohl entscheidende Schritt folgte. Gläßl wechselte im April dieses Jahres zu den Red Bulls in Salzburg. Dort ist er in der U20-Mannschaft, die in der russisch-internationalen U21-Liga spielt.

Leistungszentrum

Die Salzburger sind neben Riga (Lettland) und Energie Karlsbad (Tschechien) die einzige Mannschaft aus dem Ausland, die in dieser wohl besten Nachwuchsliga der Welt mitspielen. Maximilians Trainingsdomizil ist die erst im September dieses Jahres neu eröffnete "Red Bull-Eishockey- und Fußballakademie" in Liefering bei Salzburg, das derzeit wohl modernste Nachwuchsleistungszentrum Europas. Es wird von Red Bull mit einem ungemein enormen finanziellen Engagement gefördert.

Ziel in diesem futuristisch gestalteten Trainingszentrum ist es, "Top-Profis mit Profil" zu formen. Sechs Fußballfelder, zwei Eishallen, Turnhallen und Fitnessräume, ein Ärzteteam, Physio-Therapeuten, ein Motorik-Park und ein Internatsbereich mit 90 Doppelzimmer bilden den gigantischen Rahmen dieses sensationellen Nachwuchszentrums, das einzigartig in ganz Europa ist.

Maximilian Gläßl kommt ins Schwärmen, wenn er davon erzählt. Allerdings: ohne Fleiß kein Preis. Er hat sein Leben vollkommen auf das Eishockey abgestellt. Muss er auch. Disziplin wird zwingend eingefordert. Von wegen Alkohol oder Nikotin. Oder einfach mal fortgehen. Für 17-Jährigen alles absolut tabu. Bis zu fünf Punktspiele stehen in der Woche auf dem Programm, dazu kommen noch unzählige Trainings- und Fitnesseinheiten. Und nicht zu verachten, die enormen Reisestrapazen zu den Punktspielen nach Russland.

In den fünf Monaten, die Maximilian nun bei den Red Bulls spielt, war er bis dato 51 000 Kilometer unterwegs, meist im Flugzeug. Viel Wert wird auch auf die Ernährung gelegt: Kohlenhydrate und viel magere Kost sind angesagt.

Weihnachten zu Hause

150 Nachwuchsspieler haben die Scouts der Red Bull beobachtet, 28 von ihnen schafften letztendlich den Sprung in den Kader der U20, wobei immer 20 Spieler mit auf Reisen gehen. Maximilian, obwohl mit 17 einer der Jüngsten, hat es gepackt. Über Weihnachten hatte er einige Tage frei, war bei seinen Eltern Karin und Uwe Gläßl auf der heimischen Stieglmühle zu Besuch.

Allerdings nicht lange. Schon am Abend des 1. Weihnachtsfeiertags hieß wieder Abschied nehmen. Mit der deutschen U18-Eishockey-Nationalmannschaft nimmt er an einen gut besetzten Turnier im schweizerischen Zuchwil teil. Neben Deutschland sind dort noch die Schweiz, Tschechien, Slowakei und Finnland mit dabei.
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