18 Jahre lang ein Macher

Große Ehre für Hans-Gerd Reindl. In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch ernannte ihn die Kommune zum Altbürgermeister. Dabei hatte der ehemalige Rathauschef, wie er überrascht zugab, nicht mehr mit dieser Auszeichnung gerechnet.

Kulmain. (bkr) Mit einer feinsäuberlich handgeschriebenen und -gemalten Urkunde würdigten Bürgermeister Günter Kopp und alle Gemeinderäte Hans-Gerd Reindls Lebensleistung als Kommunalpolitiker. Dessen 18-jährige Amtszeit beleuchtete Kopp in seiner Laudatio.

1990 wählten die Bürger Reindl zum ehrenamtlichen Bürgermeister. 1996 und 2002 schlossen sich zwei Wahlperioden an, in denen er hauptamtlich für die Gemeinde wirkte. Seine ersten Aufgaben waren, die vor 1990 begonnen und eingeleiteten Maßnahmen bei der Hochwasserfreilegung sowie der Dorferneuerung und den Bau von Feuerwehrgerätehäusern zu Ende zu führen.

Akzente in Siedlungspolitik

In den Vordergrund seiner Arbeit rückte Hans-Gerd Reindl anschließend die Siedlungspolitik mit neuen und überarbeiteten Bebauungsplänen sowie der Erschließung von Baugebieten. Einige Orte wurden an das Kanalnetz angeschlossen, die Wasserversorgung gesichert und verbessert. Günter Kopp erinnerte an die Auslagerung des Bauhofs aus der Ortsmitte an den -rand. Damit wurden Lärmbelastungen reduziert, größere Kapazitäten und bessere Arbeitsverhältnisse geschaffen. Erste Baumaßnahmen am Alten Rathaus und dessen Umfeld leitete Reindl ein. Anlaufstelle und Trauungsraum fanden in den leerstehenden Räumen im Erdgeschoss Platz. Erneuert wurde die einsturzgefährdete Rathausmauer. Zusätzliche Parkplätze an der Staatsstraße entstanden.

Laut Bürgermeister richtete sein Amtsvorgänger sein Augenmerk auf sanierungsbedürftige Ortsverbindungsstraßen. Die Gemeinde pachtete den Friedhof an, übernahm dessen Unterhalt und erweiterte den Gottesacker. Weiterere Schwerpunkte setzte Reindl bei der Ansiedlung von Gewerbebetrieben, beim Kindergarten und bei der Schule.

"Im Namen der Gemeinde Kulmain bedanke ich mich für deinen Einsatz, dein Tun und Wirken sowie deine individuellen Beiträge zur stetigen Weiterentwicklung unserer Kommune als erster Bürgermeister im Zeitrahmen von 1990 bis 2008", fasste Bürgermeister Kopp zusammen. Er berichtete, dass sich der Gemeinderat in der Dezembersitzung für die Verleihung des Altbürgermeister-Titels ausgesprochen habe.

Reindl vertritt heute noch die Interessen der SPD im Gremium. CSU-Fraktionssprecher Albert Sollfrank gratulierte ihm mit der Feststellung: "Wir haben noch viel gemeinsam zu tun" und dem Wunsch, dass Hans-Gerd Reindl weiterhin so ruhig und strukturiert mitarbeitet.
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