1925 zum Priester geweiht, 1945 getötet

In seiner Predigt ging Domkapitular Pinzer auf das Leben von Pfarrer Josef Losch ein. Dieser wurde am 21. Januar 1900 in Rottendorf geboren. Als er zehn Jahre alt war, verlor er seinen Vater und musste mit seinen Geschwistern den elterlichen Bauernhof bewirtschaften. Am 29. Juni 1925 wurde Losch zum Priester geweiht, seine Kaplanstellen führten ihn nach Kelheim, Dingolfing und Wunsiedel. Seine erste Pfarrstelle trat er im Jahre 1933 in Etzgersricht an. Bereits seit 1930 warnte er davor, dass die Nationalsozialisten an die Macht kommen. Seine zweite Pfarrstelle führte Losch 1938 nach Pleystein-Miesbrunn.

Aufrecht hielt Losch zu seinem Glauben, er prangerte dass Unrecht der neuen Machthaber an, wo er konnte. Diese aufrechte Haltung war einigen seiner Zeitgenossen ein Dorn im Auge. So wurde er denunziert und im Januar 1944 verhaftet und in das Gefängnis nach Regensburg gebracht. Noch im September des gleichen Jahres wurde er mit einem Viehwagen nach Berlin gebracht, wo ihm vor dem Volksgerichtshof der Prozess gemacht und er zum Tode verurteilt wurde. Am 29. Januar 1945 gegen Mittag teilte man ihm mit, dass er heute noch hingerichtet werde, um 13.30 Uhr wurde er durch das Fallbeil getötet.

Wie Pinzer versicherte, hatte Losch allen seinen Verfolgern verziehen: "Es waren nur wenige die ihn verrieten, die große Mehrheit liebte ihn, sie waren froh, dass er ihnen einen christlichen Weg in schwierigen Zeiten aufzeigte." (ral)
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