20 Paare, zwei Lose, ein Treffer

Das Rennen machten (von links) Alexandra Stich und Denis Malter. Im Strauß des "Fast-Oberkirwapaars" Michaela Hiltel und Stefan Pesel steckte die Niete, aber das nahmen die beiden nicht tragisch. Bilder: gru (2)

Aus zwei mach' eins! Zwei Blumensträuße kursieren rund um den Kirwabaum in Niederärndt, aber es kann nur ein Oberkirwapaar geben. Dem anderen bleibt nur ein Zettel mit der Aufschrift "Leider nicht".

Als der Wecker nach 25 Minuten rasselte, zogen Michaela Hiltel und Stefan Pesel die Niete aus ihrem Strauß und mussten die Hoffnungen begraben. Die Glückskinder bei der Kirwa 2015 hießen Alexandra Stich und Denis Malter. Die beiden holten sich das Halstuch, den geschmückten Hut, die Breze und den Bierkrug vom Baum.

20 Kirwapaare stellten sich zum Austanzen in Doppelreihen um den Kirwabaum auf dem Niederärndter Berg. Die Sulzbacher Musikanten vom Heimat- und Trachtenverein Stamm spielten von der Sternpolka, dem Zwiefachen, einem Rheinländer bis zum Schottischen sechs Tänze auf, die von den Zuschauern mit viel Beifall aufgenommen wurden. Dazwischen stimmten die Akteure einige Kirwalieder an. Viele Gurzer der Moila und Boum waren zu hören. Die ausgezeichnete Vorbereitung zahlte sich aus.

Der Ehrenwalzer des Oberkirwapaars kostete erneut viele Schweißperlen. In ausgelassener Stimmung ging es ins Zelt zurück. Dann wurde bis in die Nacht mit den Waidler-Wahnsinn getanzt, geschunkelt und gelacht.

Das Baumaufstellen ging am Samstag fast nach Plan über die Bühne. Der starke Wind und die vor zwei Jahren gemachten Erfahrungen bewogen die Matadoren, den Stamm vorher um einige Meter einzukürzen. Der immer noch fast 30 Meter hohe Prachtkerl aus dem Wald von Renate Luber aus Vögelas bleibt als Wahrzeichen bis zur Allerweltskirwa auf dem Niederärndter Berg stehen.

Beide Gottesdienste am Sonntagmorgen waren gut besucht. Mit dem Einholen der Kirwamoila begann der Höhepunkt des Fests. Im Geleitzug mit Pferdegespann voraus ging es von Edelsfeld zum Festplatz.

Den Duft von Steckerlfischen, Bratwürsten oder Steaks in der Nase oder mit Radi und Wurstsalat auf dem Teller, zog es die Gäste in der Mehrheit zum Feiern ins Freie. Alle Mitstreiter der Feuerwehr und der Bevölkerung hatten ihre Vorbereitungen erledigt und arbeiteten zum großen Erfolg dieser Kirwa zusammen.
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