24 Meter lange Rennbahn lockt bei "Tagen der Wissenschaft" - Berufsschulzentrum Wiesau und ...
Für Fachkräfte-Werbung gemeinsam am Start

In Pilsen dabei waren (von links) Fachlehrer Manfred Sladky, Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein und Studienrat Andreas Büttner. Der Rektor der Westböhmischen Universität, Miroslav Holecek, und sein Stellvertreter, Vladimír Duchek, ließen sich einen Start an der Rennbahn nicht entgehen. Bild: hfz
Selbst der Rektor der Universität Westböhmen und sein Stellvertreter ließen es sich nicht nehmen, die Wiesauer Renner auszuprobieren und eine Bestzeit herauszufahren. Und ganz nebenbei gelang es auch noch, verschiedene Spoiler auf ihre Stabilität zu prüfen. Das wichtigste Ergebnis des Wochenendes war jedoch, das Interesse vieler Jugendlicher geweckt zu haben - ein erster Beitrag zur grenzüberschreitenden Sicherung von Fachkräften.

Die St.-Bartholomäus-Kathedrale bot die passende Kulisse: Auf dem Pilsener Platz der Republik begeisterten kürzlich das BSZ-Racing-Team "F1 in schools" vom Berufsschulzentrum Wiesau und die Fakultät für Maschinenbau der Universität Pilsen gemeinsam für Technik und Forschung. Die Universität Westböhmen und das Berufsschulzentrum Wiesau wollen enger zusammenarbeiten.

Schüler und angehende Studenten interessierten sich sehr für die Rennwagenmodelle und einen echten Boliden. Studienrat Andreas Büttner, Oberstudienrat Hartmut Seidler, Fachlehrer Manfred Sladky und Oberstudienrat Wolfgang Prebeck hatten extra ihre 24 Meter lange Rennbahn samt Teambox und technischer Ausrüstung zu den "Tagen der Wissenschaft" nach Pilsen gebracht. Die Rennbahn ist Bestandteil des Rennteams der Berufsschule.

Schüler aus Wiesau nehmen am Projekt "F1 in schools", einem internationalen Technologiewettbewerb für Jugendliche, teil. Sie konstruieren Rennwagenmodelle und treten gegen andere Teams an. Ziel ist es, durch konstruktive Optimierungsmaßnahmen an Fahrwerk und Aerodynamik eine Bestzeit zu erreichen. Im vergangenen Jahr belegte Wiesau bereits den dritten Platz.

Also bot es sich an, die Bahn bei den "Tagen der Wissenschaft" zu präsentieren. Bei dieser Veranstaltung in Pilsen präsentieren die verschiedenen Fakultäten der dortigen Universität seit 15 Jahren ihre Forschungsergebnisse mit anschaulichen Anwendungsbeispielen. Der gemeinsame Auftritt wurde gefördert von der Europaregion Donau-Moldau. Angedacht sind Seminare für Schüler und Studenten, Exkursionen, Werksbesichtigungen, aber auch gemeinsame Forschungsarbeiten wie zum Beispiel die Konstruktion von Fahrzeugteilen. So sollen Fachkräfte gesichert, Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnet und internationale Kompetenzen erhöht werden. Es ist das erste Mal, dass eine Hochschule und ein Berufsschulzentrum auf diese Weise grenzüberschreitend kooperieren.

In Pilsen stieß die Zusammenarbeit bei den jugendlichen Besuchern schon jetzt auf Begeisterung. Mehr als 200 Mal schossen sie die durch Gaskartuschen angetriebenen Rennwagenmodelle aus Wiesau über die Bahn und sorgten zugleich für einen erfolgreichen Langstreckentest.
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