24 Stunden hellwach

Ihre Schlagkraft stellten die jungen Mitglieder der Feuerwehr Lochau bei der 24-Stunden-Übung unter Beweis. Unter anderem musste in unwegsamem Gelände eine "verletzte" Person versorgt und geborgen werden. Bild: öt

In einer 24-Stunden-Übung stellten die Nachwuchsbrandschützer der Lochauer Feuerwehr Lochau ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. Nach dem Anlegen der Schutzausrüstung ließ der erste Alarm nicht lange auf sich warten.

Die Aktion lief unter der Regie der beiden Kommandanten Andreas Heining und Gerhard Krieg sowie der Jugendleiter Corinna Hecht und Alexander Heining ab. Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, bezogen die jungen Feuerwehrmitglieder im Dorfgemeinschaftshaus Quartier. Dieses sollte als Basis für die geplanten Übungseinsätze dienen.

Und schon ging's los: Nach einem "Verkehrsunfall" musste in der Fichtelnaab eine Ölsperre errichtet werden. Kurz darauf galt es, in einer Stationsausbildung die Grundlagen der Ersten Hilfe zu pauken. Neben der Lagerung Verletzter in der stabilen Seitenlage und der Wiederbelebung wurde auch der Transport eines "Verletzten" mit der Rettungstrage demonstriert und geübt.

Flüssigkeit binden

Nach einer kurzen Einweisung in die Grundlagen des Digitalfunks ertönte schon wieder Alarm. Nun wurden die Jugendlichen mit einem "Unfall in einer Siedlungsstraße" konfrontiert. Die Meldung lautete dabei: "Verkehrsunfall mit verletzter Person und auslaufender Flüssigkeit." Hier mussten die Nachwuchsbrandschützer die Verletzungen an einer Übungspuppe erkennen und behandeln. Weiter galt es, zur Absicherung eine Wasserversorgung aufzubauen und die ausgelaufenen Flüssigkeiten zu binden. Eine kleine Verschnaufpause fanden die Jugendlichen beim Abendessen. Ihnen wurde selbst zubereitete Pizza aus dem neuen Backofen der Dorfgemeinschaft serviert.

Aber auch danach ließ der nächste Einsatz nicht lange auf sich warten. Nun musste eine "verletzte" Person von einem Flachdach geborgen werden. Dies gelang unter Beteiligung aller Teilnehmer erfolgreich mittels eines "Leiterhebels".

Die anwesenden Eltern zollten den Sprösslingen für ihre Leistungen allen Respekt. Seinen Abschluss fand der Tag mit der Ausleuchtung einer Fläche für die Nachtlandung eines Rettungshubschraubers. Nach einem entspannten DVD-Abend sanken alle erschöpft in die Federn.

Nur eine kurze Nacht

Diese Nachtruhe wurde am Sonntag bereits um 6.30 Uhr jäh durch einen neuen Alarm beendet. Nun sollte bei einem Rettungseinsatz ein "verletzter" in der Nähe der Naabklause gerettet werden. Dazu mussten sich die Floriansjünger zur Bergung sogar über einen Felsvorsprung abseilen.

Erst gegen 8 Uhr waren die Einsatzkräfte wieder zurück im Dorfgemeinschaftshaus und durften endlich ihr verdientes Frühstück genießen. Im Anschluss daran stellten Mitglieder der Patenwehr Neusorg den Jugendlichen die Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten ihres neuen Katastrophenschutz-Löschfahrzeugs LF 20 KatS vor.

Eine letzte Übung, das Löschen eines Scheunenbrandes, schloss sich gegen 11 Uhr an. Danach wurde gemeinsam das Mittagessen gegrillt. Nach dem Aufräumen und über 24 Stunden Bereitschaft durften sich die jungen Brandschützer nach Hause verabschieden. Die Kommandanten und die Jugendleiter bescheinigten ihnen abschließend eine äußerst geglückte Jugendübung. Alles lief wie am Schnürchen, es gab keine "richtig Verletzten"
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