240 Sekunden erlaubt

Schiedsrichter, Ausbilder, zweiter Bürgermeister Max Schwärzer sowie Teilnehmer der Leistungsprüfung waren mit den Leistungen zufrieden. Bild: whw

Ein Leistungsabzeichen in Technischer Hilfeleistung, so etwas kennt man nur von größeren Feuerwehren mit entsprechender Ausrüstung. Doch auch die Dießfurter Brandschützer praktizieren die Prüfung seit Jahren, obwohl sie selbst nicht über das nötige Material verfügen.

Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Stützpunktwehr aus Pressath, stellten diese Fahrzeug, Material und die Ausbilder zur Verfügung. Zu den Übungen und zur Prüfung fuhren die Pressather mit ihrem LF 16/12 nach Dießfurt. Für die Ausbilder Franz Meier, Andreas Argauer und Dominik Muhr aus Pressath war es selbstverständlich, aufgrund des Einsatzwillens der zwei Gruppen mit jeweils neun Teilnehmern vor Ort zu üben.

Das Schiedsrichtergespann KBI Georg Tafelmeyer, KBM Wolfgang Schwarz und Heinz Koppauner aus Pressath überwachte den Ablauf der Prüfungsgruppen. Die Teilnehmer mussten den Schiedsrichtern zentimetergenau die Lage der verschiedenen Gerätschaften im Fahrzeug erklären. Dann ging es zur praktischen Übung. Das Unfallszenario lautete "Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person". Unter Zeitnahme wurde der Aufbau der Verkehrsabsicherung, des Brandschutzes, das Sichern des Unfallfahrzeuges und die Betreuung der Verletzten bewertet. Anschließend wurde eine Personenrettung mit Spreizer und Schneidgerät simuliert. Eine weitere Gruppe leitete Konrad Helgert. Die Teilnehmer absolvierten verschiedene Leistungsstufen und mussten als Trupp-Aufgabe Sondergerätschaften erklären. Auch hier vermeldeten die Schiedsrichter: "Alles innerhalb der erlaubten 240 Sekunden unter den vorgegebenen Richtlinien durchgeführt."

Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer lobte die Zusammenarbeit der Wehren. In seinem Inspektoren-Bereich ist Dießfurt die einzige Feuerwehr, wo eine große Wehr mit Material und Gerät zur kleineren komme. Meist ist es umgekehrt. Zweiter Bürgermeister Max Schwärzer lobte die Harmonie der Wehren. Jeder benötige den anderen. Man könne sich aufeinander verlassen. Nach der Übergabe der Abzeichen gab es Essen im Dießfurter Gerätehaus.
Weitere Beiträge zu den Themen: Dießfurt (363)Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.